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RWJ 06/2017: Kölner Schalldämpfer-Urteil

Gehörschützer sind nicht gleichwertig

Das Verwaltungsgericht Köln stellte Ende April fest, dass Gehörschützer gegenüber Schalldämpfern keinen gleichwertigen Schutz bieten (Az: 20 K 766/16). Gehörschützer schränkten das für Jäger besonders wichtige Richtungs- und Entfernungshören erheblich ein, sodass sich ihr Einsatz bei bestimmten Jagdarten verbietet.

Schalldämpfer reduzierten den Knall dagegen stets effektiv an der Quelle und zwar in einem Maße, das akute Hörschäden für Jäger ausschließe. Ebenso wenig sah das VG Köln die öffentlichen Sicherheit gefährdet. Das Urteil setzt sich erstmals in NRW fundiert mit der Problematik auseinander und verdeutlicht mit zahlreichen Gutachten, Studien und Stellungnahmen, dass Schalldämpfer für Jäger eine effektive Möglichkeit darstellen, ihr Gehör vor irreparablen Schäden zu schützen. Bleibt abzuwarten, ob die neue Spitze des NRWInnenministeriums endlich ihre Blockadehaltung aufgibt – während Jäger in sechs Bundesländern problemlos Schalldämpfer kaufen dürfen, ist dies in NRW immer noch verboten …

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