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RWJ 09/2013: Gemeinsame Exkursion der Obleute für Öffentlichkeitsarbeit und Naturschutz

Paderborner Jäger intensivieren Biotop-Schutzmaßnahmen

„Die Paderborner Jäger verwenden jedes Jahr viel Freizeit und Geld für Naturund Biotopmaßnahmen“ so Hildegard Hagenhoff, KJS-Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit in der Domstadt. Um diese Aktivitäten zu fördern und bekannter zu machen, lud KJS-Naturschutzobmann Christian Düll die Naturschutz- und Öffentlichkeitobleute aller Hegeringe in den Kleinenberger Wald ein.

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Hildegard Hagenhoff und Christian Düll (m.) mit den Teilnehmern der gemeinsamen Exkursion in den Kleinenberger Wald.

Zunächst erläuterte Förster Christian Düll Entfichtungen an Bachtälern, Altholzreste als Biotope für Wildkatzen, Vögel und tausende Arten von Insekten und Käfern sowie weitere Naturschutzmaßnahmen – solche Maßnahmen lassen sich auch in kleinen Revieren von interessierten Grundeigentümern und Revierinhabern durchführen. Am Beispiel der Entfichtung von Bachtälern wurde deutlich, dass nach dem Krieg zur schnellen Holzproduktion häufig Fichten gepflanzt wurden. Durch deren sehr vitale Naturverjüngung kommt in ihrem Lebensraum keine andere Baumart hoch. In der Folge reichen Fichten oft bis direkt an Bachläufe heran. Diese Fließgewässer (versauert durch Fichtenstreu und ohne Erleneinstreu nahrungslos für Lebewesen) sind artenarm. Durch das Fällen bachnaher Fichten und Pflanzung von Erlen siedelt sich der Bachflohkrebs wieder an, ihm folgen Bachforelle und Graureiher – im Kleinenberger Wald findet man mittlerweile sogar wieder Schwarzstörche!

 

Im Verlauf der Exkursion und anschließenden Diskussion berichteten die Obleute von Naturschutzmaßnahmen in ihren Hegeringen. Eine große andauernde Aufgabe für die Obleute ist die Aktion „von innen nach außen mähen“.

 

Die nächste Exkursion führt die Obleute im Herbst nach Bad Lippspringe.

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