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RWJ 03/2020: Erlass des NRW-Umweltministeriums

Jagdliche Maßnahmen zur Wiederbewaldung

Die Kalamitätsschäden 2018/19 machen nach bisherigen Schätzungen Wiederbewaldungen auf mehr als 40 000 ha erforderlich.

 

Der Umbau zu klimastabilen Wäldern kann nur bei angepassten Schalenwildbeständen gelingen. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit von Waldbesitzern, Jägern und Landesforstverwaltung erforderlich. Damit dies gelingt, sind folgende Regelungen erforderlich:

 

  • Die untere Jagdbehörde hebt Schonzeiten zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden (§ 24 Abs. 2 LJG-NRW) bis einschließlich 2024/25 für Hauptschadensgebiete auf:

 

Zusätzliche Jagdzeit für Schmalrehe und Böcke

1. - 30. April bis 450 m Höhenlage

15. - 30. April über 450 m Höhenlage

 

Die untere Jagdbehörde legt Gebiete (Allgemeinverfügungen nach kommunalen Grenzen) oder Jagdbezirke (Einzelverfügung in Gebieten mit geringem Waldanteil) fest.


  • Die Forschungsstelle erstellt ein „Schalenwildkonzept Wiederbewaldung“. Die regio nale Umsetzung soll mit Waldbesitzern, Jägern und Regionalforstämtern diskutiert werden.

  • „Wald und Holz NRW“ erstellt Verbissgutachten (§ 22 Abs. 5 LJG-NRW) für die Hauptschadensgebiete vorrangig und berät die Ergebnisse mit Waldbesitzern und Jägern.

 

Die Jäger werden gebeten, den Umbau zu klimastabilen Wäldern durch eine intensive Bejagung des Schalenwildes zu unterstützen.

MUNLV


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