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RWJ 08/2019: Lipper Schule kooperieren zur Kitz-Rettung

Frühaufsteher gegen den Mäh-Tod

Seit Jahrzehnten treffen sich auf dem Hof von Albrecht Meyer zu Hölsen engagierte Jäger mit Hunden und freiwillige Helfer, um nach frisch gesetzten Kitzen zu suchen. 2019 kam auch technische Hilfe zum Einsatz – „Save the Kitz“ heißt das 2017 gegründete Projekt des Lemgoer Engelbert-Kämpfer-Gymnasiums, dem Lüttfeld Berufskolleg und des zdi Zentrums Lippe.

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Unter Leitung von Lehrer Dr. Daniel Muschiol entwickelten Schüler in der TechnikAG Drohnen mit Wärmebildkamera – während der Lehrer die Drohne steuert, werten Schüler die Bilder mit einer „Virtual Reality“-Brille aus und weisen über Funk wartende Mitschüler ein, um gefundene Kitze aus den Wiesen zu tragen. In fünf Drohnen-Teams engagieren sich 18 Schüler, hinzu kommen viele Eltern. „Uns war es wichtig, dass „Save the Kitz“ kein reines Modellprojekt bleibt, sondern in der Realität zum Einsatz kommt“, freute sich Dr. Daniel Muschiol (selbst Jäger) über die steigende Nachfrage unter lippischen  andwirten, wozu Berichte in Presse und Fernsehen sicher beigetragen hätten. Seit Anfang April konnten die Teams auf etwa 300 ha Grünland 38 Kitzen das Leben retten – bei solchen Erfolgserlebnissen macht den Schülern das frühe Aufstehen nichts aus. Lediglich die Sonne sorgt dafür, dass die Drohnenarbeit gegen 9 Uhr endet, danach kommen wie gewohnt Hunde und ihre  ührer zum Einsatz. So ganz ohne Mensch und Hund gehts eben doch nicht“, so Hundeobmann Andreas Niemeier, der mit seinem DD im Einsatz war. Für Albrecht Meyer zu Hölsen ist die Organisation und der zusätzliche Zeitaufwand im Vorfeld der Mahd keine Pflicht, sondern Ehrensache. So sorgt er auch wie selbstverständlich für das leibliche Wohl.

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