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RWJ 09/2013: Hegering Overath (Rhein.-Berg. Kreis)

„Warndreiecke“ contra Wildunfälle

Durch liebestolle Rehe besteht jedes Jahr zur Blattzeit erhöhte Unfallgefahr auf den Straßen. Autofahrer werden daher regelmäßig um besonders vorsichtige Fahrweise gebeten, denn von Mitte Juli bis Mitte August überqueren die Tiere in ihrem wilden Vorspiel auch tagsüber häufig Straßen. Gut 400 Rehe werden Jahr für Jahr allein im Rheinisch-Bergischen Kreis Opfer des Straßenverkehrs.

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Die Revierpächter Steffen Laudenberg und Roland Roth gemeinsam mit dem Overather Hegeringleiter Peter Flunkert (m.) bei der Vorstellung der Aktion.

Zwar war man im Hegering Overath jedes Jahr rechtzeitig vor Beginn der Blattzeit an die örtliche Presse und den lokalen Radiosender herangetreten, um mit Bild und Text auf die Misere aufmerksam zu machen – ohne allerdings damit die Unfallzahlen nachhaltig senken zu können. Einige Overather Revierpächter gaben sich mit stagnierenden Unfallzahlen nicht zufrieden und wurden aktiv:

 

der Lüneburger Heide, entwickelten sie rote Warndreiecke, die am Straßenrand Autofahrer auf einen Wildunfall hinweisen. „Wir hoffen, dass dadurch der eine oder andere Fahrer an diesen Stellen den Fuß vom Gas nimmt“ erläutert Hegeringleiter Peter Flunkert.

 

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Mit solchen „Warndreiecken“ und Hintergrundinfos hoffen die Overather Jäger die hohe Wildunfallquote senken zu können.

Wie er haben auch die Pächter Steffen Laudenberg und Roland Roth keinen Bock mehr auf Unfälle. „Wenn man ständig verletzte und getötete Tiere bergen muss, kommt man an den Punkt, wo was passieren muss“, so das Credo der Jäger, „wenn auch nur ein einziger Unfall vermieden oder ein einziges Tier gerettet werden kann, hat sich die Aktion gelohnt.“

 

Ralf Huckriede


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