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RWJ 08/2013: Olper Initiative mit der Polizei

Wildunfälle besser markieren

Um auf der Straße verletztes Wild schneller finden und erlösen zu können, wurde in Olpe eine interessante Initiative gestartet.

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Philipp Hunold (LVM Finnentrop, Sponsor der ersten 50 Erdspieße), Hermann Kosmehl (Polizei Olpe), Initiator Dietmar Heupel und Karl-Ludwig Keseberg (stv. Hegeringleiter Olpe/v. l. ) bei der Präsentation der Idee.
Foto: Eberts

Allein 2012 registrierte die Kreis­polizei im waldreichen Kreis Olpe (Südsauerland) gezählte 637 Wildunfälle – und in der ersten Hälfte dieses Jahres schon 328. Die Dunkelziffer direkt mit den Jagdausübungsberechtigten abgewickelter und (noch schlimmer) gar nicht gemeldeter Unfälle ist noch viel höher.


Bei Wildunfällen im Straßenverkehr, bei denen angefahrenes Wild flüchtet, wird die Stelle von der Polizei in der Regel mit Farbe oder Kreide auf der Straße markiert. Anschließend wird der zuständige Jagdausübungsberechtigte mit Hinweis auf den Unfallort („Wildunfall bei km 3,8 auf der K 26“) benachrichtigt, der dann zur nur grob beschriebenen Unfallstelle eilt, um das verletzte Stück Wild schnellstmöglich zu finden und zu erlösen.


Doch wenn der Jäger bzw. ein Schweißhundeführer eintrifft, sind Unfallverursacher und Polizei meist schon nicht mehr vor Ort. Der Jäger muss Markierungen auf der Straße suchen, was häufig zu langem Suchen und Irritationen führt, wenn man etwa an Unfallschwerpunkten auf veraltete Zeichen trifft.

 

Bildergalerie Initaitive des Hegerings Olpe

 

 

Um verletztes Wild rascher zu finden und von den Qualen zu befreien, entwickelt Jäger Dietmar Heupel (Hegering Olpe) ein „Wildunfallzeichen“:


Der orangefarbene Erdspieß mit reflek­tierendem Band und Dreiecks­spitze soll bei Wildunfällen von der Polizei so am Straßenrand aufgestellt werden, dass die Spitze des Dreiecks genau in die Fluchtrichtung des verunfallten Wildes zeigt.

 

Meist zeitversetzt gerufene Hundeführer können somit die Spur des Tieres schnell finden und die Nachsuche so rasch wie möglich beginnen.


Das Projekt wird in Kooperation der Kreispolizeibehörde und dem Hegering Olpe durchgeführt. Dazu werden alle Streifenwagen im Kreis Olpe mit den Erdspießen bestückt!


Revierpächter und Hundeführer geben die Spieße nach erfolgter Nachsuche zur Wiederverwendung zurück an die Polizei oder können diese auch durch den Hegering abholen lassen.


Bei Interesse anderer Kreisjägerschaften oder Hegeringe an dem Wildunfallzeichen hilft Dietmar Heupel (E-Mail: heuwenden@t-online.de) gern
weiter.

 


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