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RWJ 10/2015: Hegering Verl (KJS GT)

Senne-Erkundung mit Familien

Vor der Winningmühle auf demTruppenübungsplatz Senne, wo einst Queen Elizabeth ihre Truppen bei Paraden inspizierte, genossen 39 Gäste, die auf Einladung des Hegerings Verl an einer mehrstündigen Bustour teilnahmen, bei einem Zwischenstopp Kaffee und Kuchen. Erschlossen wurde ihnen das 116 Quadratkilimeter große Militärgelände durch Gerhard Lakmann von der Biologischen Station des Kreises Paderborn.

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Die Teilnehmer der Hegering-Bustour in die Senne vor der Winnigmühle mit ihrem Begleiter Gerhard Lakmann von der Biologischen Station Paderborn (l.).

Hatten auch naturkundliche Informationen während der dreistündigen Rundfahrt Vorrang, verstand es Gerhard Lakmann doch vorzüglich, den Verlern (mehr als die Hälfte davon Nichtjäger) die bis 1891 zurückreichende Geschichte des größten Truppenübungsplatzes in NRW näherzubringen. Dies begann bereits beim Start der Tour an der erst vor wenigen Wochen eingesegneten Kapelle in Hövelsenne, die in Erinnerung an das Dorf und die alte Hövelsenner Kirche ab 1960 dem Truppenübungsplatz weichen mussten. Einzigartig, so Lakmann, sei dieses Gelände, wobei die militärische Nutzung kaum störe.

 

Manche Besonderheit wird durch das Fernhalten anderer Einflüsse überhaupt erst ermöglicht, wie das zahlreiche Vorkommen von Pflanzen und Tieren der Roten Liste. Wichtig sei das Offenhalten des Geländes, dem auch die Haltung der etwa 1 000 Heidschnucken in der Senne diene, die das übermäßige Aufkommen von Birken und Kiefern verhindern und durch „Verbeißen“ die Verjüngung des Heidekrautes fördern.

 

Gepflügte Schneisen wegen der oftmals gegebenen Waldbrandgefahr, zeitweise eingezäunte Verjüngungsgebiete für Eichen und Erlen, die sonst durch den starken Wildbestand geschädigt werden, ein Bahnhof ohne Gleise, der nur als Landmarkierung erbaut wurde, der über 40m hohe Haustenbecker Turm, von dem aus früher Übungsgefechte beobachtet wurden, die größten Dünen in NRW – so vieles gab es an diesem Nachmittag noch zu sehen.

 

Die neun mitgereisten Kinder hielten vor allem Ausschau nach Tieren, die aber wohl ausgedehnten Mittagsschlaf hielten. Zu beobachten war der überaus seltene Baumfalke auf Beutejagd – und schließlich wurde unter begeisterten Ausrufen Damwild ebenso entdeckt wie ein großes Rudel Rothirsche.

 

Kräftiger Applaus der Teilnehmer unterstrich den Dank des stv. Hegeringleiters Andreas Pollmeier an Gerhard Lakmann und Hans-Georg Westermann vom Hegering-Vorstand, der die Fahrt „eingestielt“ hatte.

 

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