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RWJ 08/2013: Kurz vor dem Flüggewerden

Rietberger Stochennachwuchs wurde beringt

Namen haben sie natürlich nicht, aber wenn die beiden Jungstörche mit den Nummern 8X163 und 8X164 im August ihre große Reise in den Süden antreten, werden Fachleute überall erkennen, dass die Zwei aus Rietberg (GT) kommen.

Das Foto zeigt Störche in der Rietberger Emsaue.

„Jahrzehntelang war er aus unserem Landschaftsbild verschwunden, jetzt ist der Weißstorch in der Rietberger Emsniederung wieder heimisch“, freute sich HL Reinhard Hermelingmeier bei der Beringungsaktion Ende Juli. Michael Jöbges vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW zeigte sich ebenso zufrieden mit dem Storchennachwuchs wie Bernhard Walter, der Leiter der Biologischen Station GT-BI. Beide Jungstörche präsentierten sich gut genährt, der Horst war in einem sehr guten Zustand. Die Jungtiere standen kurz vor dem Flüggewerden – ein idealer Zeitpunkt, um die Großvögel zu beringen.

 

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In luftiger Höhe wurden die Rietberger Jungstörche beringt - und zeigen sich schon wenig später gemeinsam mit ihren Eltern in der Ems-Niederung.

Mit einem Hubkran erreichten die Fachleute das 10 m hohe Storchennest in luftiger Höhe. Die Altvögel nahmen das Spektakel relativ gelassen und warteten in sicherer Entfernung in den Feuchtwiesen. Kaum war der Korb wieder heruntergefahren (das Ganze dauerte nur wenige Minuten), steuerten sie wieder ihren Horst an. Wohin die Rietberger Störche im Spätsommer ziehen, darauf sind Experten und Aktive des Hegerings schon gespannt. Mehr und mehr würden Störche nicht mehr nach Afrika reisen, sondern Spanien als Winterquartier bevorzugen, so Jöbges. In diesem Jahr werden rund 150 Jungstörche in ganz NRW beringt. Von ihnen erhoffen sich die Fachleute genauere Erkenntnisse über den sich ändernden Vogelflug.

 

|Neue Störche in der Emsaue|


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