Seite 1

RWJ 12/2014: Kuratoriumskonvent der Jägerstiftung „auf Schalke“

Jäger haben die besseren Argumente

Mehr als 150 Gäste diskutierten mit der Jägerstiftung in der Schalker Veltins-Arena über die Zukunft der Jagd.

gsp dsc 0700

Eine interessante Diskussion um die Zukunft des Waidwerks führten „auf Schalke“ (v. l.) Georg Graf von Kerssenbrock (Stiftungsrat der Jägerstiftung), LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg, Christina Schulze-Föcking (MdL/CDU), Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der Vorsitzende der Jägerstiftung Jochen Borchert, Hausherr Clemens Tönnies und Marc Henrichmann, Geschäftsführer der Jägerstiftung mensch + natur.

Peter-Harry Carstensen machte 1963 seine Jägerprüfung, seitdem hatte er „nie das Gefühl, etwas Unrechtes zu tun oder mich rechtfertigen zu müssen“, sagte der frühere schleswigholsteinische Ministerpräsident beim Kuratoriums konvent der Jägerstiftung natur + mensch. Aus Carstensens Sicht „unbegreifliche Jagdrechtsnovellen“ in verschiedenen Bundesländern waren zentrales Thema in der Veltins-Arena auf Schalke.

 

Jochen Borchert, Vorsitzender der Jägerstiftung, übte heftige Kritik am Entwurf für das „Ökologische Jagdgesetz“ in NRW. „Es ist ein Zeichen dafür, dass man Jägern nicht mal ernsthaft zugehört hat und dass Argumente in den Verhandlungen keine Rolle spielen“, sagte Borchert, „es zählen keine Argumente, sondern ausschließlich grüne ideologische Vorurteile.“ Vom Veggie Day bis zu den Verboten im Jagdgesetz habe „die grüne Verbotspartei von Ideologie getrieben jede Bodenhaftung, jeden Kontakt zu den Betroffenen verloren“.

 

„Das Land kocht“, konstatierte auch LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg und verwies auf den enormen Andrang bei den Regionalkonferenzen: „Tausende Hochmotivierte kann man nicht einfach ignorieren“, sagte Müller-Schallenberg. Er unterstütze die Arbeit der Jägerstiftung und forderte die weitere Zusammenarbeit aller Verbände im ländlichen Raum.

 

Ex-Ministerpräsident Carstensen betonte in seiner Rede: „Wir Jäger haben die besseren Argumente, weil wir auch mehr davon verstehen. Wir wissen nun mal besser, wie ländliche Räume funktio nieren, entwickelt werden müssen, damit die Menschen, die dort leben, weiter ihre Existenzgrundlagen erhalten und Zukunft für Nutzer und Erholungssuchende gestalten können.“ Einrichtungen wie die Jägerstiftung und Jagdvereinigungen müssten daher zusammenstehen und zusammenwirken.

 

Für die Unterstützung der Jägerstiftung warben auch die beiden Stiftungsratsmitglieder Georg Graf von Kerssenbrock-Praschma und Clemens Tönnies, Hausherr und Gastgeber im Schalker Stadion. Viele kleinere Spenden seien genauso wichtig wie wenige große, wenn es darum gehe, gemeinsam die Zukunft der Jagd zu sichern.

Aktiv nur für Mitglieder!

Bitte melden Sie sich an, oder werden Sie Mitglied.