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RWJ 11/2013: Symposium zur Eröffnung der Düsseldorfer Lernort Natur-Woche

Geocaching und Natur - Symbiose oder Widerspruch?

Dem Geocaching widmete sich Anfang Oktober die Eröffnung zur diesjährigen Lernort Natur-Woche der Kreisjägerschaft Düsseldorf und Mettmann im Wildpark Grafenberg. Über 100 Geocacher, Jäger und Besucher folgten der lebhaften Diskussion und den Vorträgen, moderiert vom Vorsitzenden Gerd Spiecker und musikalisch begleitet vom Bläserkorps des HR Hubbelrath.

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Rund um die Waldschule im Düsseldorfer Wildpark Grafenberg führten die Jäger der Landeshauptstadt im Rahmen der Lernort Natur-Woche zahlreiche gutbesuchte Veranstaltungen durch.

Geocacher Guido Baumann erklärte, wie die Bewegung ihren Anfang nahm und wie sie organisiert ist, derzeit gibt es in Deutschland 308000 Geocaches, in NRW 50 000.

 

Frhr. Maximilian v. Fürstenberg schilderte Probleme der Waldbauern – Caches in hohen Buchen, Störung des Wildes durch Nachtcaches und da- durch bedingtes waldschädliches Äsungsverhalten.

 

Karl Bröcker (Kreisbauernschaft) stellte klar, dass es zwar ein Betretungsrecht des Waldes gebe, nicht aber für landwirtschaftliche Nutzflächen. Caches in Bauminseln in der Feldflur führten zu teilweise erheblichen Schäden in Ackerflächen.

 

Michael Süßer (BUND Düsseldorf) erläuterte Chancen und Möglichkeiten von Geocaching zur Umweltbildung. Doris Törke (Leiterin Garten-, Friedhof- und Forstamt Düsseldorf) erläu-terte Regeln für Geocacher in städtischen Forsten, Parkanlagen und auf Friedhöfen – keine Caches in Bäumen, nicht abseits der Wege, nicht auf Friedhöfen. Naturschutzgebiete, schutzwürdige Biotope und Naturdenkmale außerhalb von Wegen sind ebenfalls tabu.

 

In der Diskussion wurde deutlich, dass Probleme durch Kommunikation lösbar sind, umweltinteressierte Geocacher-Gruppen arbeiten bereits mit Jägern und Naturschutzverbänden zusammen, dabei wurden Kontakte und Plattformen vereinbart. Mit dem Versprechen weiterer Zusammenarbeit edete die Veranstaltung.

 

Bei der Lernort-Natur-Woche wer- den über 60 Grundschulklassen von er- fahrenen Jägern durch den Wildpark geführt.

 

Heimische Wildtiere, Funktion des Waldes und die Jagd standen im Mittelpunkt. Über 1500 Kinder, Eltern und Lehrer staunten über den stimmgewaltigen Hirsch im Rotwildgehege, konnten das Damwild hautnah erleben und natürlich die Frischlinge beim Schwarzwild beobachten. In der Waldschule war die heimische Tierwelt vom Uhu bis zum Sperling mit hervorragenden Präparaten aufgebaut. Lernort-Natur-Obmann Franz Schnurbusch hatte dies auf Schautafeln arrangiert. Merlind Joas sorgte mit unermüdlichem Einsatz für einen reibungslosen Ablauf. Jede Schulklasse fand ihre Führer. Zur Nacharbeitung im Un- terricht wurde den Lehrkräften um- fangreiches Material zur Verfügung gestellt.

 

Gerd Spiecker

 

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