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RWJ 05/2019: Rechtzeitig vorbereiten

Ernte-Jagden sicherer machen

Als 2018 der letzte Mais von den Feldern kam, war es leider auch zwischen Rhein und Weser bei sog. Ernte-Jagden wieder zu Unfällen gekommen. Weil diese Jagdart zwar erfolgversprechend, aber auch gefahrengeneigt ist, gilt es, rechtzeitig vor Beginn der Raps-Ernte vorzusorgen:

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Bedingt durch unvorsichtigen Umgang mit der Waffe, soll es Regionen in NRW geben, in denen Lohnunternehmer und Landwirte das Abstellen von Feldern beim Einsatz von Mähdreschern und Häckslern generell unterbinden. Parallel dazu soll es auch Jäger geben, die an sog. ErnteJagden generell nicht mehr teilnehmen – beides aus Sicherheitsgründen ! Auf der anderen Seite betont gerade die Landwirtschaft nahezu gebetsmühlenartig, dass besonders angesichts der vor den Grenzen Deutschlands grassierenden Afrikanischen Schweinepest Sauen als Daueraufgabe bei jeder sich bietenden Gelegenheit scharf zu reduzieren seien. Vor diesem Hintergrund kann man auf eine Jagdform kaum verzichten, die besonders effektiv sein kann – wir müssen sie gemeinsam „nur“ sicherer machen!

 

Kugelfang oberste Prämisse

Unverständlicherweise ist es bislang nur in Mecklenburg-Vorpommern vorgeschrieben, dass Ernte-Jagden ausschließlich von erhöhten Leitern und Kanzeln aus stattfinden dürfen. Dabei ist ausreichender Kugelfang besonders bei dieser Jagdart unverzichtbar. Doch die Realität sieht leider anders aus – in unschöner Regelmäßigkeit stehen beteiligte Jäger rund um die abzuerntenden Felder auf dem Boden! V. a. an dieser Stelle sind Revierinhaber aufgerufen, rechtzeitig vor Beginn der anstehenden Ernte 2019 Vorsorge zu treffen – und mobile ErnteBöcke in ausreichender Zahl vorzuhalten. Jetzt!

 


Elementare Sicherheitsregeln

Ernte-Jagden sind Gesellschaftsjagden, damit sind die Sicherheitsvorschriften der Landwirtschaftl. Berufsgenossenschaft einzuhalten. Natürlich ist dazu immer auch ein gültiger Jagdschein mitzuführen:

  • Es muss zwingend ein Jagdleiter bestimmt werden, seine Anordnungen sind zu befolgen, er hat die Schützen vor Beginn der Jagd zu belehren,
  • der Jagdleiter weist den Schützen einen Stand an und bezeichnet einzuhaltende Schussbereiche genau,
  • man darf nie Richtung Treiben (Schlag/ErnteFläche) schießen,
  • Waffen erst auf dem Stand laden und nach Ende der Jagd sofort entladen,
  • nach Einnehmen des Stands hat man sich mit den Nachbarn zu verständigen,
  • der Stand darf während der Jagd unter keinen Umständen verlassen werden,
  • niemals in Richtung von Personen und Erntefahrzeugen anschlagen/schießen,
  • ein Durchziehen mit der Schusswaffe durch die Schützenlinie ist unzulässig,
  • Waffen sind außerhalb der Jagd stets ungeladen, mit geöffnetem Verschluss und Mündung nach oben zu tragen,
  • alle Jagd-Beteiligten müssen sich deutlich von der Umgebung abheben.

Das Tragen roter Hutbänder allein reicht dazu „nicht“ aus. Neben der Aufstellung auf dem Boden ist es auch erlaubt, ErntejagdBöcke von Anhängern oder Ladeflächen von Pickups aus zu benutzen. Dazu müssen die Fahrzeuge/ Anhänger natürlich stehen („keine Benutzung oder Schussabgabe während der Fahrt!“), außerdem müssen die Böcke mit Spanngurten gesichert werden.

 


Preiswerte Klappleiter – auch für Drückjagden

Der große Hersteller von Jagdeinrichtungen, „holz & raum“ (Finnentrop/OE), entwickelte gemeinsam mit Praktikern genau für diesen Zweck eine klappbare Leiter – mobil einsetzbar und in wenigen Minuten aufgebaut, lässt sie sich von zwei Personen einfach versetzen. Das Jahr über lassen sich die Leitern platzsparend einlagern und zudem auch bestens bei sonstigen Drück/ Bewegungsjagden einsetzen. Durch Stabilisationsstützen („im Lieferumfang enthalten“) lässt sich das Modell auch auf unebenen Feldern sicher aufbauen. Das Beste: die Leiter aus kesseldruckimprägnierter Fichte kostet pro Stück nur 99 € – ein Preis, für den man sie kaum selber herstellen kann („Mindestabnahme: 5 Stück/Palette“).

 

Mit entsprechenden Sammelbestellungen lassen sich die Anlieferungskosten pro Leiter noch einmal erheblich reduzieren. Unterstützen Sie diese Aktion – und sorgen so für mehr Sicherheit bei Ihrer nächsten Ernte-Jagd ! Matthias Kruse


Ernte-Drückjagd-Leiter (klappbar/inkl. Kipp-Sicherungen)

Material Fichtenholz, kesseldruck-imprägniert
Maße

H 230 x B 80 x L 145 cm (aufgebaut)

H 230 x B 80 x L   25 cm (Bausatz)

Gewicht 50 KG
Standhöhe 130 cm
durchschnittliche Anschlaghöhe (stehend) rd. 300 cm
Bestellung/Mindestabnahme 5 Leitern (auf Palette)
Preis 495 €
Fracht-Pauschale

149 €

Achtung: Diese Pauschale bezieht sich auf einen „Anlieferungsort“ (nicht auf eine Palette) - wenn also mehrere Reviere oder Jagdfreunde eine gemeinsame Bestellung vornhemen, reduzieren sich die Lieferkosten dadruch ganz erheblich!

 

Bestell-Adresse/Info

Holz & Raum, Therecker Weg 18

5741 Finnentrop, Tel. 023 95/ 91 82 11

E-Mail: info@holzundraum.de

Internet: www.hochsitzshop24.de

 


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