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RWJ 08/2013: Kreisjägerschaft Wesel

Eine ganz besondere Rollende Waldschule.

Mit dem Lernort Natur-Preis 2013 der Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung NRW wurde auf dem Landesjägertag die KJS Wesel für eine ganz besondere Rollende Waldschule ausgezeichnet.

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Projektwoche: Am zweiten Tag gehen die Weseler Jäger mit den Kindern draußen im Wald der Natur auf die Spur.

Das Projekt

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer der Kreisjägerschaft Wesel engagieren sich seit Langem in ihrer Freizeit dafür, Kindern die Sache mit der Natur, dem Wald und natürlich auch der Jagd näherzubringen.

 

Seit Anfang 2010 finanziert die Kreisjägerschaft Wesel durch Umlagen der Hegeringe auf Stundenbasis zusätzlich zwei wald- und jagdpädagogische Profis für ihre Rollende Waldschule, nämlich eine Försterin, zertifizierte Waldpädagogin und ehemalige Jugendwaldheimleiterin sowie einen Revierjagdmeister. Durch diese neue und sehr stabile Organisationsform können kontinuierlich und weit mehr Schulen und Kindergärten, also Kinder erreicht werden.

 

Zum anderen stieg die Beteiligung durch ehrenamtliche Helfer aus den Hegeringen (Zahl und Stundenvolumen) spürbar an, denn diese Helfer identifizieren sich durch den Finanzierungsbeitrag ihres eigenen Hegerings noch stärker mit „ihrer“ Rollenden Waldschule.

 

Derzeit engagieren sich über 45 Jägerinnen und Jäger in der Rollenden Waldschule der Kreisjägerschaft Wesel.

 

Zudem sind sie durch diese Organisationsform in der Lage, sich auf die Vermittlung ihrer jagdlichen und forstlichen Kenntnisse direkt in der Natur, meist im Gebiet ihres eigenen Hegeringes, zu konzentrieren.

 

 


Bildergalerie Lernort-Natur-Preis 2013

 

 

Der nachhaltigste Erfolg wird mit der Rollenden Waldschule bei mehrtägigen Veranstaltungen an einer Schule erzielt. Geführte Wanderungen durch die Natur mit Untersuchungen von Gewässern, Böden, Beobachtungen von Insekten und Vögeln erschließen den Schülerinnen und Schülern eine „Kleinwelt“, die sie bisher oft nur zum Spielen oder zur Erholung aufgesucht haben.

 

Nachdem sie am Vortag im Klassenraum die Theorie kennengelernt haben, werden die Kinder bei den Wanderungen in der Natur auf Spuren und Fährten, Verbiss an Sträuchern und Bodenverwundungen aufmerksam, die auf das Vorhandensein heimischer Wildarten hinweisen.

 

2011 entstand ein besonderer Arbeitsbereich für Kinder mit Migrationshintergrund und sogar für deren Eltern. Der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund ist im Landkreis Wesel hoch, besonders in Teilen der Städte Dinslaken, Voerde, Kamp-Lintfort und Moers.

 

Ursprungsländer sind vor allem die Türkei, der Libanon und viele osteuro­päische Staaten. Für diese Gruppen wurde der Standardeinsatz der Rollenden Waldschule modifiziert:

 

  • türkische Namenskarten für die Tierpräparate wurden erstellt,
  • geeignete Übersetzer (Eltern, Erzieherinnen) nahmen an den zweitägigen Veranstaltungen teil,
  • den Einsätzen für Kinder wurden Info-Veranstaltungen für skeptische Eltern vorgeschaltet.

 

Besonders bei Erzieher­innen in Brennpunkttagesstätten und Familienzentren stieß dieses Konzept auf gute Resonanz.


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