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RWJ 06/2019: Zum 95. Geburtstag

Dr. Günther Schlieker feiert Ehrentag

Ende Februar feierte der ehemalige Kreisveterinär Dr. Günther Schlieker seinen 95. Geburtstag. HL Manfred Reul hatte die Ehre, in einer kurzen Ansprache auf das jahrzehntelange außerordentliche Wirken und das Engagement des Jubilars einzugehen.

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HL Reul gratulierte Dr. Schlieker (m.).

Als Leiter des Veterinäramtes des Rheinisch Bergischen Kreises wurde Dr. Schlieker in der 1970er Jahren landesweit durch seine Verdienste bei der Tollwutbekämpfung bekannt. Für sein Wirken wurde er 1978 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Als Kreisveterinär schlug der leidenschaftliche Waidmann immer wieder Brücken zwischen dem gesetzlichen Auftrag seines Amtes und den Anliegen der Jäger.Dr. Schliekers Herzblut lag jedoch in der wissenschaftlichen Erforschung der Verehrung des Hl. Hubertus. Dafür war er europaweit unterwegs und trug einen enormen Wissensschatz zusammen, den er in diversen Ausstellungen - u.a. im Deutschen Jagdmuseum in München – einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte.

 

Seine Forschungen krönte er vor drei Jahren mit der Herausgabe des Buches „Die Verehrung des Hl. Hubertus im Wandel der Jahrhunderte“. Mit 700 Seiten und 4 000 Bildern ist es als das Standardwerk in der Hubertusforschung anzusehen. Aktuell erschien seine Broschüre „Die Jagd in Nordrhein-Westfalen nach dem 2. Weltkrieg“. Als Zeitzeuge der offiziell waffenlosen Jahre trug Schlieker über diese schwierige Zeit des Umbruchs und des Neuanfangs in unendlicher Fleißarbeit in gleichem Maße Fakten wie Anekdoten zusammen, die das Buch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen machen. Dr. Schlieker nimmt noch immer aktiv an Treibjagden und gerne auch an den Fuchsansitzen des Hegeringes teil.

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