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RWJ 04/2018: Ausnahmeregelung „verlängert“

Bleihaltige KK-Munition nach dem 1. April?

Grundsätzlich ist die Jagd mit bleihaltiger Munition in NRW verboten. Da es auf dem Markt aber so gut wie keine bleifreie Munition im Kaliber 5,6 mm (geschweige denn dazu passende Waffen!) gibt, hat das NRW-Umweltministerium die auslaufende Ausnahmegenehmigung per Dienstlicher Mitteilung an die Unteren Jagdbehörden quasi „verlängert“:

 

„Gemäß (...) Landesjagdgesetz ist es verboten, bei der Jagd Büchsenmunition mit bleihaltigen Geschossen (...) zu verwenden. Ab dem 1. April 2018 gilt dieses Verbot (...) auch für Kleinkaliberpatronen (5,6 mm). Die Zuwiderhandlung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die (...) mit einer Geldbuße bis 5 000 € geahndet werden kann. Bei Kleinkaliberpatronen 5,6 mm sind nicht bleihaltige Geschosse bislang nur unzureichend am Markt verfügbar. Diese werden jedoch benötigt, um etwa gestreifte Frischlinge oder Jungfüchse mit optimaler Munition zu erlegen. Aus diesem Grunde werden die Unteren Jagdbehörden gebeten, bis auf Weiteres von einer Verfolgung einer Ordnungswidrigkeit durch die Verwendung bleihaltiger Büchsenmunition im Kaliber 5,6 mm abzusehen, da in der Regel kein öffentliches Interesse an einer Verfolgung besteht.“

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