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RWJ 06/2018: Bleihaltige Büchsenmunition

Verwendung mit Jagdhaftpflicht-versicherung abklären

Das Landesjagdgesetz NRW verbietet, „bei der Jagd Büchsenmunition mit bleihaltigen Geschossen sowie bleihaltige Flintenlaufgeschosse zu verwenden“ (§ 19 (1) 3.

 

Fahrlässige oder vorsätzliche Zuwiderhandlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu 5 000 € Geldbuße geahndet werden kann (§ 55 (2) 1. i. V. m. § 56 (2)).

 

Bis Ende März galt für kleinkalibrige Munition (bis 5,6 mm) eine Übergangsregelung, nach der diese Munition weiter verwendet werden durfte (§ 59 (2)), weil es am Markt kaum bleifreie Geschosse in diesen Kalibern gab. Daran hat sich bis heute auch nichts geändert.

 

Darauf Bezug nehmend bat das NRW-Umweltministerium per dienstlicher Mitteilung die Unteren Jagdbehörden, „bis auf Weiteres von einer Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten bei Verwendung blei haltiger Büchsenmunition im Kaliber 5,6 mm abzusehen, da in der Regel kein öffentliches Interesse an einer Verfolgung bestehe“.

 

Wer auf Grundlage dieser „Dienstlichen Mitteilung“ weiter bleihaltige Büchsenmunition im Kaliber 5,6 mm jagdlich einsetzen will, sollte dies mit seiner Jagdhaftpflichtversicherung abstimmen. Man sollte sich schriftlich zusichern lassen, dass die Versicherung für Haftpflichtschäden bei Verwendung bleihaltiger Büchsenmunition im Kal. 5,6 mm vollumfänglich aufkommt – ungeachtet des grundsätzlichen Verwendungsverbotes dieser Munition in NRW.

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