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RWJ 04/2018: IWA-Nachlese

In Franken wenig Neues

Nachdem die IWA 2017 mit einigen Neuentwicklungen aufwarten konnte, ging es dieses Jahr ruhiger zu. Die Hersteller präsentierten v. a. Produktverbesserungen. Rund um die Jagdoptik gibt es nach wie vor die meiste Bewegung und interessante Neuigkeiten. Hier die wichtigsten Neuheiten der IWA im Überblick:

Die Highlights des RWJ-Messe-Bummels im Überblick:

 

Langwaffen

Bei Langwaffen gab es in diesem Jahr in erster Linie Weiterentwicklungen vorhandener Produkte:

 

Merkel hat seinem Geradezugrepetierer „Helix“ einen neuen Schaft mit Eingriff verpasst, der mehr Schnelligkeit in Drückjagdsituationen verspricht.

 

Blaser zeigte die R8 „Silence“ mit Integral-Schalldämpfer erstmals mit einem Success- Lochschaft.

 

Die italienische Jagdwaffenschmiede Franchi präsentiert im 150. Jahr ihres Bestehens den Repetierer „Horizon“ in einer Sonderedition. Er ist mit einem Kunststoffschaft in Holzoptik, geflutetem Verschluss und einem 56 cm-Lauf ohne offene Visierung und rutschfesten Griffzonen ausgestattet (998 €).

 

Der Kölner Hersteller SteelAction, der 2017 erstmals mit einem neu konstruierten Geradezugrepetierer auf der IWA beeindruckte, bietet dazu nun auch ein echtes Linkssystem an. Außerdem gibt es den Geradezugrepetierer mit einem hochwertigen Schichtholzschaft von GRS aus Norwegen.

 

Mauser stellte die bereits in Augsburg, Dortmund und Salzburg präsentierte M 18 der internationalen Fachwelt vor. Die Waffe verfügt über einen robusten Synthetik-Schaft, griffige Einlagen in Pistolengriff und Vorderschaft für mehr Grip und einen Stauraum für Putzzeug o.ä. im Hinterschaft – eine Waffe ohne Schnörkel (895 €).

 

Sauer zeigte eine Version der „S 100“ mit Schichtholzschaft, höhenverstellbarem Kunststoffrücken, höhen- und seitenverstellbarer Schaftkappe und klappbarem Zweibein. Die „S 100 Fieldshoot“ soll v. a. beim Übungsschießen, im Wettkampf und bei der Raubwildjagd zum Einsatz kommen.

 

Beretta kommt mit einer Reihe neuer Waffen auf den Markt: Die komplett neu konstruierte Luxusflinte SL3 Premium Grade hat lange Seitenplatten und eine elegante Linienführung. Die Verschlusskonstruktion ist an die Seitenschlossflinte SO10 EELL angelehnt (zunächst als Jagdmodell im Kaliber 12, später auch als Sportingmodell mit verkleinerter Basküle in 20 und 28 erhältlich, in drei Schaftformen und vier Gravurtypen ab August verfügbar, ab 19.850 €).

 

Die DT11 Pro Sporting, gibt es nun auch mit verstellbarem TSK-„Prothesen“- Schaft. Länge, Senkung, Schränkung, Pitch und Griffgröße können individuell angepasst werden (ab Juni, ab 10.980 €/ LL 76cm). Bei der Selbstladeflinte A400 Upland ist die Rückstoßdämpfung Kick-Off Plus im Holzschaft integriert (12/76, silberfarbenes System mit Jagdmotiven, Steelium- Läufe mit Karbonschiene, ab Mai, ab 1.975 €).

 

Die Mittelklasse-BDF 695 Jagd kommt in 12/ und 20/76. Reichhaltig gravierte Basküle mit kontrastreicher Rankengravur im Stil der DT11 Luxus. Auch die Holzklasse entspricht dem Standard der DT11 L (ab Juni, ab 4.795 €).

 

Drei Jahre nach Einführung der Jagd-Bockflinte 828U präsentiert Benelli nun die „828U Sport“. Das Gewicht beträgt 3,65 kg. Mit Stahlbasküle, Balance und Schwungverhalten der 828 U prädestiniert für Wurfscheiben. Schusskomfort und die Schussstabilität sind beeindruckend (Laufbündel in 76 und 81 cm, 10 mm-Karbon Sportschiene, Extended Cryo Sporting-Chokes). Der neue Abzug (Sporting Trigger) ist in fünf Positionen längenverstellbar, das Abzugsgewicht liegt bei 1,6 und 1,8 kg. Mit einem Balancing-System lässt sich der Schwerpunkt der Waffe individuell anpassen (3.898 €).

 


Bildergalerie IWA 2018 | Langwaffen

Kurzwaffen

Die neue Generation der Glock 5-Modelle hat ein neues Griffstück, das jetzt ohne Fingerrillen auskommt, dafür aber auch an der Vorderseite strukturiert ist. Der Magazinschacht verfügt über einen integrierten Trichter, der den schnellen Wechsel erleichtern soll. Die neuen Zubringer sind orange, damit ein leeres Magazin sofort auffällt. Neue Läufe sollen eine noch bessere Präzision erbringen. Ein tiefschwarzes Oberflächen-Finish soll deutlich resistenter gegenüber Korrosion und Kratzern sein.

 

SIG-Sauer hat mit der P 365 eine ultra- kompakte Schlagbolzenschlosspistole aus leichtem Polymer mit Verschluss und Rahmen aus rostfreiem Stahl entwickelt. Die kleine Pistole im Kaliber 9 mm Luger mit einer Lauflänge von 3,1 Zoll ist lediglich 147 mm lang und 109 mm hoch. Das Magazin nimmt 10 Patronen auf und die Waffe lässt sich trotz des kleinen Griff stücks noch sehr angenehm greifen. Der Abzug hat einen sehr kurzen Weg und löst das teilgespannte Schloss mit erstaunlich geringem Widerstand aus.

 

Ruger bringt mit der Security 9 eine neue, preiswerte Selbstladepistole mit glasfaserverstärktem Kunststoffrahmen, die sich sehr einfach ohne Werkzeug zerlegen lässt.

 

Die P 10c des tschechischen Herstellers CZ hat kein Abzugssystem mit außen liegendem Schlagelement mehr, sondern ein Schlagbolzenschloss. Die Griffrücken am glasfaserverstärkten Polymerrahmen sind austauschbar. Wird ein Magazin mit verlängertem Kunststoffboden benutzt, erhöht sich die Kapazität auf 17 Patronen.

 

Auf die Walther PPQ 4 TAC lassen sich mit einer austauschbaren Adapterplatte anstelle der Kimme Rotpunktvisiere montieren.

 


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IWA-Nachlese

Optik

Im vergangenen Jahr war bereits zu verzeichnen, dass viele neue Mitspieler auf das Feld der Jagdoptik drängen – Waffenhersteller Blaser mit Ferngläsern und Zielfernrohren ebenso wie Munitionshersteller Geco oder die Belgier von Kite in Kooperation mit Browning. Diese Hersteller haben in diesem Jahr neue Produkte präsentiert. Leica zeigte eine offene Rotpunkt-Visierung, Geco ebenfalls und Blaser brachte ein Rotpunktvisier auf den Markt. Der Trend zu Ausrüstungsgegenständen für die Drück jagd hält an.

 

Mit seiner Reichweite von 2.500 m und einem hochpräzisen Laser im Nahbereich setzt der Leica Rangemaster 2700-B einen neuen Maßstab. Zum ersten Mal verfügt ein kompakter Laserentfernungsmesser über ein microSD-Kartenfach für individuelle Ballistik-Daten. Für Laborierung und Kaliber über den Ballistikrechner erstellte Daten werden auf eine microSDKarte gespeichert und können nach Bedarf eingespeist werden – ohne erneute Programmierung. Das weiterentwickelte LED-Display zeigt die Messdaten in Dezimalzahlen an. Der Scan-Modus von unter 0,5 Sekunden macht den Rangemaster CRF 2700-B in Verbindung mit seinen sehr kompakten Maßen zum Spezialisten unter den Alleskönnern.

 

Mit dem „Tempus“ bringt Leica ein Rotpunktvisier mit Asphären-Optik auf den Markt. Der Schuss sitzt, wo der Leuchtpunkt zu sehen ist, unabhängig vom Einblickwinkel bei schnellem Anvisieren. Das Stück ist aus einem Alu-Körper gefräst (2.0 MOA, 3.5 MOA/550 €). Das leicht überbreite Modell zeigte sich auf der IWA noch nicht generell montagekompatibel.

 

Auch Geco, die 2017 erstmals Ferngläser und Zielfernrohre vorstellte, bietet Rotpunktvisiere an. Das Open Red Dot Sight mit spezialbeschichteter und kratzfester Glaslinse kann mit handelsüblichen Adaptern auf allen Basen montiert werden (249 €). Das Multi Dot verfügt über acht unterschiedliche Absehen (3 oder 10 MOA Dot, Circle Dot, etc.) in jeweils grün oder rot, die treffpunktgleich gewechselt werden. Die Helligkeit ist fünffach verstellbar und die Batterie auch in montiertem Zustand zugänglich. Die integrierte Schnellspannmontage erlaubt ein schnelles Montieren auf Weaver-/Picatinny- Schienen (199 €). Das Red Dot 1 x 20 ist nicht ganz neu, ist aber für 169 € eine interessante Alternative für die Drückjagd.

 

Dort setzt auch Blaser an. Mit dem Red Dot Sight (RD 17/gebaut von SIGSauer) bauen die Allgäuer ihr Zubehör- Angebot weiter aus. Eine speziell angepasste Sattelmontage mit sehr niedriger Bauhöhe ermöglicht eine schnelle, intuitive Zielerfassung. Die Hochleistungsbeschichtung sorgt für einen guten Leuchtpunktkontrast. 10 Helligkeitsstufen erlauben die passende Einstellung der Leuchtpunktintensität für alle Lichtverhältnisse. Registriert die Beleuchtungssteuerung drei Minuten lang keine Bewegung, geht die Leuchteinheit in den Energiesparmodus über. Bei erneuter Bewegung steht der Leuchtpunkt wieder zur Verfügung. So ergibt sich eine Batterienutzungsdauer von mehr als 50.000 Stunden (780 € inkl. Montage).

 

Swarovski punktet im Kampf um immer breitere Sehfelder mit einem Kunstgriff – die Tiroler stellten ein Drückjagdglas mit 0,75-facher Vergrößerung vor, das ein Sehfeld von 56 auf 100 m bietet. Auch hier zeigt sich der Trend, hin zu Drückjagden. Die Hersteller aus dem deutschsprachigen Raum setzen wie gewohnt auf höchste Qualität und verlangen dafür entsprechende Preise. Für Jäger mit kleinerem Geldbeutel oder geringeren Ansprüchen an Qualität und Leistungsfähigkeit gibt es aber auch Produkte.

 

So bietet AKAH ein Fernglas mit integriertem Entfernungsmesser für 700 € an – das 8 x 42 LRF 1200 liegt recht gut, aber nicht optimal in der Hand, der Entfernungsmesser funktioniert zumindest bei normalem Wetter einwandfrei und die Vergrößerung ist für durchschnittliche jagdliche Einsätze absolut in Ordnung. Wir werden das etwas klobige Teil demnächst in einem RWJ-Test auf seine jagdliche Tauglichkeit überprüfen.

 

Zeiss präsentiert mit dem Victory RF ein neues Fernglas mit Laserentfernungsmesser, Ballistikrechner BIS II und Bluetooth- Funktion. Der Entfernungsmesser erlaubt auf Knopfdruck eine sekundenschnelle Messung bis zu einer Reichweite von 2.300 m. Auf Basis der Entfernung zum Ziel kalkuliert der Ballistikrechner den korrekten Haltepunkt – unter Berücksichtigung von Winkel, Temperatur und Luftdruck.

 

Dank der Bluetooth-Funktion können ballistische Daten von der Zeiss Hunting App auf das Victory RF importiert werden. Das Glas verfügt über ein großes Fokussierrad, das in der Double-Link- Bridge eingelagert ist. Die Hochleistungsoptik sorgt für helle und gestochen scharfe Bilder, geschützt durch ein robustes Magnesium-Gehäuse. Modelle: 8 und 10 x 42 zur Tagjagd sowie ein 8 und 10 x 54 zur Jagd bis in die Dämmerung – dafür wird aber mit knapp 3.500 € auch das Fünfache der o. g. Einfach-Optik abgerufen.

 

Minox präsentierte eine neue Zielfernrohr- Linie – die ZE5.2 zeichnen sich durch ihr feines, dimmbares Glasfaserabsehen aus. Eine Ziel-Schnellerfassung führt zu verbessertem Einblickverhalten dank vergrößertem Okular. Vier Modelle sind mit 30 mm-Mittelrohr und Fünffach- Zoom ausgestattet. Das innovative Glasfaserabsehen in der zweiten Bildebene besticht durch einen homogenen kreisrunden Leuchtpunkt, der in seiner Helligkeit angepasst werden kann. Mit einer Zeitautomatik wird eine Abschaltung nach zwei Stunden erzielt.

 

Niedrige Verstell-Türme sorgen für ein besseres Handling. Alle Modelle sind druckwasserdicht und durch eine Argon- Füllung gegen Beschlagen von innen geschützt. Die in Wetzlar gefertigten Gläser sind ab April ab 1.249 € erhältlich, ab Sommer gibt es die Modelle 1 - 5 x 24, 2 - 10 x 50 und 3 - 15 x 56 dann auch mit Schiene.

 

Der belgische Hersteller Kite arbeitet mit Browning und bietet an Dentler angelehnte Nomad-Montagen nun für alle Browning-Modelle an. Die in Japan gefertigten Gläser bedienen die Mittelklasse. Servicepartner in Deutschland ist AKAH. Reparaturen werden direkt von Kite in Belgien durchgeführt, eingeschickte Gläser sollen innerhalb weniger Tage repariert zurück sein. Einen Parallax- Ausgleich haben die Gläser nicht, die Montage erfolgt ausschließlich über Ringe.

 

Meopta stellt das Nachtsicht(vorsatz) gerät „MeoNight“ mit Photonis-Röhre für 3.959 € vor.

 

Nikons Monarch 3000 bietet eine max. Messentfernung von 2.740 m. Die Ergebnisse werden schon nach 0,3 Sekunden angezeigt. Durch Handunruhe verursach te Verwacklungen werden um 80 Prozent reduziert (18 mm-Okular für bequemes Beobachten, großes Sehfeld, Diop trie- Einstellung für Brillenträger/549 €).


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IWA-Nachlese

Munition

Hornady stattet die Dangerous Game Serie mit einem verbesserten DGX-Geschoss (1) aus. Es soll bis zum doppelten Kaliberdurchmesser aufpilzen und ein höheres Eindringvermögen haben.

 

Brenneke hat ein neues Flintenlaufgeschoss entwickelt; das TOPAS (2) verschießt ein unterkalibriges Sabot-Geschoss mit einem Treibkäfig. Es kann aus allen Schrotläufen mit und ohne Choke verschossen werden und ist bis etwa 50 m einsetzbar (in Kal. 16 auch bleifrei).

 

Wer ein bleifreies Flintenlaufgeschoss im Kaliber 20 sucht, wird beim lettischen Hersteller Duplex fündig – DUPO 20 heißt ein expansives FLG (3) aus Stahl zur Jagd auf starkes Wild. Führungsringe aus Polyethylen zentrieren das Geschoss und schützen den Lauf. Nach dem Auftreffen auf den Wildkörper pilzt das Geschoss sofort auf und erreicht einen Geschossdurchmesser von max. 28 mm, wobei der vordere Teil Splitter abgibt (mit allen Chokebohrungen verwendbar).

 

RWS hat eine neue Laborierung entwickelt, die speziell auf kurze Läufe abgestimmt ist, sich also besonders auch für schallgedämpfte Waffen eignet (4). Durch eine speziell abgestimmte Laborierung mit offensiv abbrennendem Pulver, angepasstem Geschossgewicht und leistungsstarken Anzündhütchen ist die neue Patrone für kurze Läufe optimiert und hat aus ihnen eine höhere Leistung, weniger Mündungsfeuer und einen geringeren Mündungsknall. Das sorgt dazu für eine deutlich höhere Lebensdauer des Schalldämpfers und wirkt präzisionsfördernd. Im Startkaliber .308 steht das 9,7g HIT oder ein 10,7g STP zur Verfügung.

 

Nosler erweitert die Patronenserie mit dem bleifreien E-Tip Geschoss (5) und hat jetzt auch einige interessante Laborierungen in deutschen Kalibern dabei. Die 7x57 kommt mit einem 140 grs. Geschoss, die 8x57IS mit einem 180er und die 9,3x62 wird mit einem 250 grs. E-Tip verladen. Für Fans der immer populärer werdenden 6,5 Creedmore hat man eine Jagdlaborierung mit einem 120 grs. E-Tip neu im Programm. Auch das beliebte Ballistik-Tip wird jetzt in die Creedmore verladen, ebenfalls mit 120 grs. Geschossgewicht.

 

Federal hat das beliebte Hydra-Shok, das in Kurzwaffen sehr gern zum Fangschuss eingesetzt wird, verbessert (6). Das neue Deep soll eine um 50 Prozent bessere Eindringtiefe haben.

 

CCI bringt mit der Copper 22 (7) eine bleifreie Kleinkaliberpatrone. Das Hohlspitzgeschoss aus einem Kupfer-Polymer- Gemisch wiegt 21 grain, Mündungsgeschwindigkeit: 560 m/sek.

 

Browning startet mit zwei eigenen Patronen- Serien – das BXR (8) ist auf schnelle Expansion auch bei geringem Zielwiderstand ausgelegt – für leichtes und mittelschweres Wild. Das BSC mit Alu-Spitze ergibt eine geringere Aufpilzung und höhere Tiefenwirkung.

 

Winchester bringt für die .308 und .300 Blackout Unterschallpatronen heraus. Das Geschoss mit Weichbleikern und dünnem Mantel mit Einkerbungen soll auch bei sehr niedriger Zielgeschwindigkeit zuverlässig aufpilzen.


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IWA-Nachlese

Messer

Böker erweitert die erfolgreiche Scout-Serie – das Junior Scout mit 7 cm-Klinge hat einen deutlich höheren Tragekomfort, als Griffmaterial steht Palisander, Thuja oder Hirschhorn zur Verfügung.

 

Spydercos FB43GP Waterway hat eine 11,2 cm-Klinge aus LC200N – ein stickstofflegier ter, hoch korrosionsträger Werkzeugstahl mit überragender Zähigkeit bei Härten bis 60 HR, sogar salzwasserbeständig.

 

Cold Steel stattet das neue Klappmesser Double Safe Hunter mit einer zweiten Sicherung aus. Neben dem Back Lock ist noch ein zusätzlicher Verriegelungsschieber an der linken Seite vorhanden, der die 9 cm-Klinge in Clip-Point Form sicher sperrt. Der GFN-Griff hat einen Hosenclip und eine Bohrung für einen Fangriemen.

 


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Bekleidung

Merkel hat eine extrem warme Winterjacke im Programm. Der Expedition WNTR Parka ist für nordische Extremjagden und lange winterliche Ansitz ausgelegt. Die 3,5 Lagen-Konstruktion hat eine winddichte Membran und ein Futter mit 120gr/qm² G-Loft Supreme. Der Parka verfügt über acht Taschen und eine abnehmbare Kapuze. Gummizüge an Kapuze, Saum und Taille erlauben eine genaue Anpassung an den Körper.

 

Fjällraven hat Jagdunterwäsche aus Merino neu im Programm. Das hochflorige Woll-Polyester-Gemisch mit Schlingen an der Innenseite leitet Feuchtigkeit ab und hält für ein „trockenes“ Trage gefühl etwas Abstand zur Haut. Merinowolle wärmt auch noch in feuchtem Zustand und hat natürliche anti-bakterielle Eigenschaften, die geruchsabweisend wirken. Hemd und Hose sind für Damen und Herren erhältlich.

 

Der neue Rucksack Lappland Hike hat ein Rückenteil aus gepresster, wiedergewonnener Wolle mit einer Loden- Oberfläche, die extrem widerstandsfähig und temperaturregulierend ist. Der Rucksack aus strapazierfähigem G-1000 Heavy Duty hat einen Boden aus wasserdichtem Nylon, fasst 15 l und hat zwei Hauptfächer und zwei erweiterbare Seiten taschen. Zum Lieferumfang gehört ein Regenschutz.


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IWA-Nachlese

Zubehör

Walthers neue Taschenlampe SDL 800 wiegt ganze 142 g und ist mit einer Cree XM-L2 LED (750 Lumen, mit 100 oder 10 Prozent Leistung). Zusätzlich ist eine LED für UV-Licht installiert, die auf einer Wellenlänge von 365 nm leuchtet. Schweiß ist bei UV-Licht fluoreszierend sichtbar, wodurch sich die eigentlich für Behörden gedachte Lampe auch sehr gut etwa zum Finden von Anschüssen eignet.

 

LedLenser hat die Stirnlampe MH 8 im Programm. Die nur 135 g (ohne Batterien) leichte Leuchte bietet verschiedene Leuchtintensitäten und Farben, erlaubt es also, den Hochsitz vor Sonnenaufgang mit weniger auffälligem Rotlicht anzugehen (69,90 €).

 

MAKs Masterlock-Montage erlaubt es, eine Zieloptik von Weaver- oder Picatinny- Schienen mit einem Handgriff abzunehmen oder aufzusetzen. Beim Aufsetzen verriegelt die Montage automatisch, wenn sie aufgekippt wird.

 

Jakele hat einen aufschraubbaren Kornsattel entwickelt, mit dem man Waffen, die für Overbarrel-Schalldämpfer eingerichtet sind, auch mit offener Visierung führen kann, wenn der Schalldämpfer abgenommen wird.

 

Niggeloh fertigt Schalldämpferschutzhüllen nach Maß. Das grün-schwarze, bi-elastische Material schmiegt sich eng am Dämpfer an, eine Abdeckkappe an der Frontseite lässt sich im offenen Zustand fixieren. Man gibt seine Schalldämpfermaße im Onlineshop an und erhält eine genau passende Hülle – ein optimal angepasster Schutz, der Auflage-Geräusche vermeidet (59 €).

 

Das Hundebett Mobil lässt sich zusammengefaltet wie eine Umhängetasche tragen und bei Ansitz, Drückjagd oder Spaziergang einfach mitführen. Am Stand oder im Ausflugslokal angekommen, kann man das Bett ausklappen und den Jagdgefährten trocken und warm ablegen (49 – 89 €).

 

 


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Einblick

Hinter den Kulissen

In diesem Jahr machten sich die Beschwerden der Aussteller über eine Schwemme gar nicht vorgesehener Endverbraucher auf dieser reinen Händlermesse massiv bemerkbar – so wurde besonders gründlich kontrolliert, etliche nicht ausreichend autorisierte Interessenten mussten unverrichteter Dinge wieder abreisen. Wirklich neidisch braucht trotzdem niemand auf diejenigen sein, die Europas führende Messe für Jagdwaffen, -optik und Ausrüstung besuchen „dürfen“ – wozu auch Journalisten gehören:

 

Hersteller und Händler brauchen die knappe Zeit, um Geschäfte zu machen, dafür sind solche Messen da. Journalisten hetzen durch Hallen und Gänge, um alle wichtigen Stationen („was und wer wirklich wichtig ist, legt aber keiner fest …“) abzuklappern und nur ja keine Neuheit zu verpassen. An den Ständen gibts im besten Fall Presseunterlagen (CDs, Datenstifte, Drop-Boxen für Downloads) – und mit ganz viel Glück auch noch jemanden, der sich ein paar Minuten Zeit für Erläuterungen nimmt. Dazwischen liegen etliche Pressekonferenzen im Medien-Center, für die man allein 20 Minuten Fußweg hin und zurück einplanen muss. Arbeit. Normal. Dennoch ist und bleibt die IWA ein absolutes Highlight im Kalender eines Jagd- Journalisten. Nirgends sonst trifft man sie ALLE – Hersteller, Händler, Kollegen aus dem In- und Ausland, wirklich alle. Auch in diesem Jahr konnten Felix Höltmann und ich eine Fülle wertvoller Gespräche und Informationen einsammeln. Nur wenig davon lässt sich in dieser Messe-Strecke komprimiert weitergeben.

 

Aber die RWJ-Leser werden dennoch davon profitieren – sei es durch interessante (Vergleichs-)Tests, die wir vorbereitet haben. Oder durch echte Produktverbesserungen, die die Hersteller oft erst Jahre nach solchen Hintergrundgesprächen umsetzen. Zum Wohle der Käufer.

 

Matthias Kruse


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