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RWJ 06/2013: Editorial

Selbstbewusste Jäger

Die Jagd befindet sich seit Urzeiten in einem gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld, das sich in Generationen fortentwickelt hat. Da ist es ganz natürlich, von Zeit zu Zeit zu sehen, wo Anpassungen erforderlich sind. Wenn sie sachlich motiviert sind und Bewährtes in seinem Bestand schützen und zukunftsfähig machen, dann ist das vernünftig. Jäger sind nicht privilegiert, sondern haben einen öffentlichen Auftrag, dessen Pflichten gesetzlich fest­gelegt sind und zu dessen Erfüllung jeder Handelnde aber auch gewisser Rechte bedarf.

Das Foto zeigt Ralph Müller-Schallenberg - Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen.

Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes NRW.

Nordrhein-Westfalen ist nicht nur städtischer Ballungsraum, sondern ein durch und durch „ländliches Land“. Die Jagd findet in NRW statt auf 1,7 Mio. Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche, auf 875 000 Hektar Wald und 67 000 Hektar Wasserfläche. Ganz Nordrhein-Westfalen umfasst 34 000 Quadratkilometer – auf 27 000 davon findet Jagd statt. Der weitaus größte Teil des Landes wird also jagdlich genutzt. Wir haben in NRW 80 000 Jagdscheininhaber, davon inzwischen 8 000 Frauen – mit stark steigender Tendenz.

 

Das sind Daten und Fakten, die wir uns vor dem Landesjägertag am 15. Juni selbstbewusst in Erinnerung rufen sollten. Wenn wir Wildbret als heimisches Lebensmittel und die Liebe zur Natur immer deutlicher herausstellen, werden wir auch dort immer besser verstanden, wo man sonst mit der Jagd nicht viel am Hut hat.

 

Feindbildpflege kann unsere Sache nicht sein, sie bringt nichts und führt bestenfalls in die politische Sackgasse. Es ist gut und richtig, dass unser für die Jagd zuständige Minister Johannes Remmel das auch so sieht. Der sachliche Informations- und Meinungsaustausch ist durch nichts zu ersetzen.

 

Der Landesjägertag am 15. Juni in Münster bietet dazu die nächste Gelegenheit. Die satzungsgemäße Einladung dazu und zur Mitgliederversammlung haben alle Mitglieder bereits mit dem Mai-RWJ erhalten. Das Programm und Interviews mit Minister Remmel und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe finden Sie im Vorfeld des Landesjägertages in dieser Ausgabe.

 

Die Kontakte zwischen dem Landesjagdverband und der Landesregierung sind gut gepflegt. Dazu war die große Teilnahme der NRW-Jägerschaft am Landesjägertag in Düsseldorf vor einem Jahr ein gelungener Auftakt. Die hohe Präsenz hat Eindruck gemacht, nicht zuletzt auf Johannes Remmel. Am 15. Juni beim Landesjägertag 2013 ist er wieder unser Gast. Wir sollten ihm und der Öffentlichkeit deutlich machen, dass wir in unserem Engagement für die gute und schöne Sache der Jagd nicht nachlassen.

 

Das heißt ganz einfach: Kommen auch Sie am 15. Juni nach Münster zum Landesjägertag!

 

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