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RWJ 09/2013: Editorial zur Bundestagswahl

Bürgerrecht ist Jägerpflicht!

Am 22. September wird der 18. Deutsche Bundestag gewählt. Neben den Positionen der Parteien und Kandidaten zu zahlreichen anderen politischen Feldern werden für uns Jäger die Wahlaussagen zur Jagd- und Umweltpolitik, zu Fragen des Eigentums- und Waffenrechts sowie alle anderen politischen Zielsetzungen, die den ländlichen Raum betreffen, von besonderer Bedeutung für unsere Wahlentscheidung sein.

Das Foto zeigt Ralph Müller-Schallenberg - Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen.

Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes NRW.

Was wir Jäger und was unsere Partner in der Solidargemeinschaft der Verbände des ländlichen Raums wollen, wissen wir. Bereits Anfang August haben wir gemeinsam mit unseren Partnerverbänden allen aus NRW stammenden Bundestagskandidaten der derzeit im Bundestag vertretenen Fraktionen unseren Aufruf zur Bundestagswahl zugesandt.

 

Die Resonanz auf unseren Forderungskatalog war übrigens parteiübergreifend sehr positiv.

 

Das Aktionsbündnis Forum Natur, die Verbändegemeinschaft des länd­lichen Raums auf Bundesebene, der auch der Deutsche Jagdverband angeschlossen ist, hat zudem die Antworten der Parteien auf gemeinsame Wahlprüfsteine veröffentlicht.

 

In seinen eigenen Wahlprüfsteinen hat der Deutsche Jagdverband den Kandi­daten noch stärker „auf den Zahn gefühlt“  – mit insgesamt 34 Fragen werden alle Themen, die uns Jäger bewegen, abgeklopft.

 

All diese Aktionen dienen den gleichen Zielen – die Politiker sollen aufmerksam gemacht werden auf unsere Belange und darauf, dass wir eine ernst zu ­nehmende Wählergruppe sind.

 

Zum Zweiten dienen die Antworten auf die Wahlprüfsteine natürlich Ihrer eigenen Orientierung, wen man wählen könnte.

 

Natürlich bleiben wir als Verband, das gebietet schon unsere Satzung, über­parteilich und stehen jeder demokratisch gewählten Regierung als sachlicher Gesprächspartner und als Anwalt für Jagd und Jäger zur Verfügung – auf Landes- und auf Bundesebene.

 

Ist das alles aber ausreichend? – Ich meine, nein!

Denn nun sind Sie, liebe Jägerinnen und Jäger (und damit liebe Wählerinnen und Wähler) am Zuge – nutzen Sie die verbleibenden Wochen vor der Wahl und stellen Sie die Kandidaten zur Rede!

 

Setzen Sie aktiv unsere Themen in den Blickpunkt und klären Sie auf über das, was wir Jäger leisten und das, was wir von der Politik erwarten!

 

Nutzen Sie dafür jede Gelegenheit, in den Diskussions- und Fragerunden dieser Wochen, an den Parteiständen in den Fußgängerzonen und bei jedem persön­lichen Gespräch!

 

Das Wichtigste aber ist – gehen Sie wählen!

Nutzen Sie dieses Bürgerrecht, um hinter unsere Forderungen, unsere Rechte und unsere Sorgen um die Zukunft und den Erhalt des ländlichen Raums, wie wir ihn kennen und lieben, ein Ausrufezeichen zu setzen!

 

Für mich ist die Ausübung des Wahlrechtes eine Jägerpflicht !

 

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