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RWJ 08/2015: DJV-Video gibt Hinweis zur Sicherheit

Vorsicht bei der Erntejagd

Die Getreideernte ist gestartet, danach folgen Raps und Mais – in diesen Wochen bietet sich dem Jäger eine gute Möglichkeit, Wildschweine effektiv zu bejagen, denn diese leben mittlerweile bis zu fünf Monate im Jahr komplett in den Feldern. Doch dabei sind unbedingt elementare Sicherheitsregeln zu beachten.

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Oft warten Wildschweine bis zur letzten Minute, ehe sie aus dem Getreide flüchten. Foto: Rolfes/DJV

„Bei der Erntejagd ist Sicherheit oberstes Gebot!“, mahnt DJV-Vizepräsident Dr. Böhning. In zwei Videos („Erntejagd Teil 1: Sicherheit + Erntejagd“, „Teil 2: Notwendigkeit“) hat der Verband die wichtigsten Sicherheitshinweise zusammengestellt und erklärt, warum Erntejagd notwendig ist.

 

Der DJV empfiehlt Jägern, grundsätzlich nur von erhöhten Einrichtungen wie Hochsitzen oder mobilen Drückjagdböcken zu schießen, da ein Kugelfang immer gewährleistet sein muss. „Kugelfang bedeutet nicht Feldkante oder Gebüsch, sondern ausschließlich gewachsener Boden“, so Böhning.

 

Das Schießen in Richtung einer Hügelkuppe oder parallel zum Boden verbietet sich ebenfalls. Ideal für Erntejagden sind mobile Drückjagdböcke, die während des Ernteverlaufs umgesetzt werden können. Alle beteiligten Personen müssen zudem Warnkleidung tragen. Natürlich gelten die grundlegenden Regeln der Waidgerechtigkeit – angesprochen wird vor dem Schuss.

 

Enge Absprachen zwischen beteiligten Schützen, Landwirten und Lohnunternehmern sind für Sicherheit wie Jagderfolg (z. B. durch Anzeigen von Wild durch Warnsignale des Mähdrescherfahrers) von entscheidender Bedeutung. Gute Planung und genaue Einweisungen bei Erntejagden durch einen Jagdleiter sind zwingende Voraussetzungen.

 

Hintergrundinformation zur Erntejagd

Unsere Kulturlandschaft in Deutschland hat in den letzten 25 Jahren tiefgreifende Veränderungen erlebt, von denen besonders Wildschweine profitieren. So hat u. a. der Wandel in der Energiepolitik dazu geführt, dass auf mittlerweile 10 Prozent der Bundesfläche Mais und Raps angebaut werden – 26 mal mehr Nahrungsquelle und Lebensraum als in den 1960er Jahren! In der Feldflur sind Wildschweine kaum bejagbar. Die Erntezeit bietet ein kurzes Zeitfenster, um effektiv jagdlich einzugreifen.


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