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Begrüßt von DJV und CIC

UN-Resolution gegen Wilderei und Wildtierschmuggel

Der DJV und die deutsche Delegation im Internationalen Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC Deutschland) begrüßen die Resolution zur Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Handels mit Wildtieren der 69. Vollversammlung der Vereinigten Nationen. Deutschland und Gabun hatten sie initiiert.

gnus rolfroosen

Nachhaltige Jagd im Ausland trägt zum Schutz der Artenvielfalt in Afrika bei, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Ziel ist die Verbesserung der Strafverfolgung, die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit sowie die verstärkte Bekämpfung von Korruption, um die Nachfrage nach illegalen Produkten einzudämmen. Wilderei auf seltene Arten stellt in Afrika derzeit eine der größten Artenschutz-Herausforderungen dar.

 

Kontrollierte und nachhaltige jagdliche Nutzung außerhalb der Nationalparks trägt in erheblichem Umfang zum langfristigen Schutz von Wildtieren und deren Naturräumen bei. Schutz und Nutzung sind die beiden Säulen der UNBiodiversitätskonvention (CBD), die von 168 Staaten und der EU unterzeichnet wurde. Auch die Weltnaturschutzunion (IUCN) lässt sich in ihrer Arbeit davon leiten, dass nur so auf Dauer natürliche Ressourcen erhalten werden können.

 

Besonders bedeutsam sind die in der UN-Resolution gewürdigten Beiträge der nachhaltigen Nutzung des Wildes für den Lebensunterhalt armer Bevölkerungskreise. „Tierschutzstrategien, die die legitimen Bedürfnisse der Menschen in den Entwicklungsländern außer Acht lassen, lehnen DJV und CIC ab“, so Dr. Wilhelm von Trott zu Solz, der Leiter der deutschen CIC-Delegation.

 

Ob in Afrika das Wild erhalten bleibt, hängt davon ab, ob es im Wettbewerb mit anderen Landnutzungsformen konkurrenzfähig bleibt. Wer Wild in armen Ländern seinen Wert nimmt, verurteilt es zum Untergang. Die Jagd trägt wesentlich dazu bei, die Bekämpfung der Wilderei durch die Naturschutzbehörden zu finanzieren.

Wer ihre Abschaffung fordert, ohne aufzuzeigen, wie Wildschutz stattdessen finanziert werden soll, ist unglaubwürdig. Die meisten Jagdgebiete eignen sich auch nicht für Foto-Tourismus. Wilderei zu stoppen, heißt in der Praxis, mit enormem finanziellen Aufwand Wildhüter auszubilden, sie technisch auszustatten, ihre Arbeitsplätze langfristig zu sichern und effektive Polizeibehörden einzusetzen, die illegale Handelsströme zerschlagen.

 

Entwicklungsländer können sich dies aufgrund vieler anderer Verpflichtungen kaum leisten. Um so bedauerlicher ist es für DJV und CIC, dass einige Fluglinien, darunter auch die „Lufthansa“, vor emotionalen Kampagnen sog. Tierschutzorganisationen einknickten und derzeit keine Jagdtrophäen aus Afrika zum Transport annehmen.

 

„Der Transportboykott legaler Trophäen trifft illegales Elfenbein und Rhinozeroshorn in keiner Weise. Er ist aber in hohem Maße kontraproduktiv, da er die Fähigkeit vieler afrikanischer Naturschutzbehörden zur Finanzierung der Wildereibekämpfung schädigt“, sagt Joachim Weinlig-Hagenbeck, im DJV-Präsidium zuständig für das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES. „Jagd- und Transportboykotte stehen im Widerspruch zu CITES“, so Weinlig- Hagenbeck weiter. „Dort ist geregelt, dass auch gefährdete Wildarten bejagt werden dürfen, wenn nach einer Einzelfallprüfung feststeht, dass dies dem Erhalt der Arten dient.“


Jagd in Afrika und Wilderei

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