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RWJ 05/2014: FFH-Bericht liegt vor

Trend bei jagdbaren Arten überwiegend positiv

Die Bundesregierung stellte im März ihren Bericht zur Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und zur Vogel-Richtlinie vor. Darin wird über Zustände geschützter Arten und Lebensräume und Maßnahmen und Entwicklungen berichtet.

 

Insgesamt zeigt der Bericht bemerkenswerte Erfolge – allerdings auch weiteren Handlungsbedarf. Auffallend ist, dass sich die Populationen von Arten, die dem Jagdrecht unterliegen, wie Baummarder, Wildkatze, Fischotter und Steinbock, überwiegend verbessert haben. Auch bei Vogelarten gibt es einige mit günstigen Entwicklungen, etwa den Seeadler. Andere, vor allem Bodenbrüter wie Rebhuhn, Großtrappe und Brachvogel, leiden unter hohem Druck durch Prädatoren. Vielerorts ist es daher notwendig, die Jagd zu intensivieren, unverzichtbar ist dabei die Fangjagd.

 

Einen positiven Trend gibt es aber auch bei Wolf, Biber, Kormoran und Kranich. Gerade bei diesen Arten gibt es ein erhebliches Konfliktpotenzial. Der DJV setzt sich dafür ein, die Entwicklung genau zu beobachten, wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen und über den Umgang mit diesen Arten zu informieren. Ein großer Teil der dem Jagdrecht unterliegenden Arten profitiert ausschließlich vom Schutzaspekt des Jagdrechtes, viele haben eine ganzjährige Schonzeit. Die Hegepflicht der Jäger gilt aber auch dort. Zudem sind Strafvorschriften für Verstöße gegen die Schutzbestimmungen strenger.

 

Die Qualität vieler Lebensräume leidet unter Straßen- und Siedlungsbau, die zu unmittelbaren Flächenverlusten führen oder dem Bau von Windkraftanlagen. Der zunehmende Energiepflanzenbau hat einen gravierenden Verlust an Strukturvielfalt zur Folge. Damit erneuerbare Energien etwa durch Maisanbau nicht zu Artenverlust in der Agrarlandschaft führen, engagiert sich der DJV mit 20 weiteren Kooperationspartnern im bundesweiten Projekt Netzwerk Lebensraum Feldflur. Durch das Einbringen extensiv bewirtschafteter Blühstreifen werden monokulturelle Strukturen aufgebrochen und Insekten, Vögeln und Säugetieren Lebensraum und Vernetzungswege geboten.

 

www.bmub.bund.de/…/natur_ deutschland_bericht_bf.pdf

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