Seite 1

RWJ 10/2015: Jagdverbände sprechen Betroffenen tiefes Mitgefühl aus

Tragischer Jagdunfall in Nauen

Am Abend des 9. September ist es im Nauener Ortsteil Tietzow/Brandenburg an einem Feldrand zu einem Jagdunfall gekommen, bei dem ein Mann tödlich verletzt wurde. Eine Frau wurde nach Angaben der Polizei leicht verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus, nähere Umstände sind noch nicht bekannt.

 

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) bedauern das Ereignis außerordentlich, können jedoch aufgrund der aktuellen Informationslage keine weitere Stellung beziehen. „Wir sind geschockt und tief betroffen“, sagt Wolfgang Bethe, Präsident des LJVB. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, denen wir unser tief empfundenes Mitgefühl ausdrücken. Der jungen Frau wünschen wir von Herzen gute Genesung.“ Ob der Unglücksschütze aus Brandenburg stammt und ob er Mitglied des LJVB ist, ist noch nicht bekannt. „Jeder Jagdunfall ist einer zu viel“, bedauert Torsten Reinwald, DJV-Pressesprecher, die Geschehnisse in Brandenburg.

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass wie in diesem Fall ein Unbeteiligter zu Schaden kommt, ist äußerst gering. 2014 gab es in ganz Deutschland vier tödliche Jagdunfälle – stets war ein unmittelbar an der Jagd Beteiligter betroffen. Jagd ist vergleichsweise risikoarm. Der DJV hat die offiziellen Statistiken zu Unfällen mit Schusswaffen, die Unfälle der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SLFG) sowie alle dpa-Meldungen von 2008 bis 2014 ausgewertet. Die Wahrscheinlichkeit als Jäger durch eine Jagdwaffe zu verunglücken, lag in den Jahren immer unter 0,001 Prozent. Demnach ist es im Durchschnitt acht Mal wahrscheinlicher als Bergwanderer beim Wandern zu sterben als auf der Jagd.

 

Aktiv nur für Mitglieder!

Bitte melden Sie sich an, oder werden Sie Mitglied.