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RWJ 09/2015: Felle als Beitrag zum Artenschutz

Jäger contra Bundesrat

Der Bundesrat hat im Juli eine Gesetzesinitiative Schleswig-Holsteins angenommen, mit der Pelztierhaltung in den nächsten 10 Jahren aus Tierschutzgründen verboten werden soll. Der DJV hält Tierschutz für wichtig, kritisiert jedoch die Begründung, wonach es verwerflich sei, Tiere zur Pelzgewinnung zu töten.

 

 

Pelz aus nachhaltiger heimischer Jagd sei ein hochwertiges Naturprodukt, der gegenüber Textilien aus Erdöl eine positive Ökobilanz aufweise und zugleich ein Beitrag zum Artenschutz sei.

 

Von der Jagd auf räuberische Arten wie Fuchs, Marderhund oder Waschbär profitierten viele Arten, darunter auch gefährdete Bodenbrüter wie Großtrappe oder europäische Sumpfschildkröte. Laut DJV ist es kontraproduktiv, Pelze ungeachtet von Herkunft und Produktion zu ächten. Ähnlich äußerte sich kürzlich auch Karl Lagerfeld gegenüber der „New York Times“, wobei er sich um damit verbundene Arbeitsplätze sorgte: „Solang Leute Fleisch essen und Leder tragen, verstehe ich die Botschaft nicht. Es ist sehr leicht, zu sagen kein Fell, kein Fell, kein Fell, aber es ist eine Industrie.“

 

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