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RWJ 05/2014: Bilanz nach 12 Jahren Wildtierzählung

Feldhase im Fokus der Jäger

In Deutschland leben im Durchschnitt 11 Feldhasen pro Quadtratkilometer Offenlandfläche. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler und Jäger, die für den DJV zwei mal jährlich Feldhasenbestände in 400 repräsentativen Referenzgebieten ermitteln. Die Zahl bezieht sich auf den Frühjahrsbestand der Feldhasen 2013.

karte populationsdichte

Die Dichten schwanken seit Beginn der Zählungen 2002, blieben aber über den Gesamtzeitraum hinweg stabil. Die Zählergebnisse von Frühjahr und Herbst desselben Jahres werden verglichen. In den vergangenen Jahren liegen die Zuwachsraten in Deutschland auf relativ niedrigem Niveau und sind in manchen Regionen sogar negativ. Es gab also im Extremfall über den Sommer mehr Verluste als Nachwuchs. Die Gründe dafür sind vielfältig und noch nicht abschließend erforscht.

 

Sicher ist, dass nicht eine Überbejagung dafür verantwortlich gemacht werden kann, vielmehr wird die Jagdintensität an die Bestände angepasst. Eine Kombination verschiedener Faktoren wie Lebensraumqualität, Fressfeinde, Klima, Witterung und Krankheiten wirkt sich auf die Bestandsdynamik der Feldhasen aus. Besonders die Intensivierung der Landwirtschaft setzt den Bewohnern der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft zu.

 

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