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RWJ 09/2019: Wildseuchenprävention

Wildkörper nicht im Revier entsorgen

Wildbrethygiene und Tierseuchenprävention sind auch unabhängig von einer drohenden Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wichtig. Leider wird sie nicht immer von allen Waidmännern mit der nötigen Sorgsamkeit behandelt.

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Deshalb weist der Landesjagdverband NRW auf ein „Merkblatt zur ordnungsgemäßen Beseitigung von Fallwild, erlegten Wildtieren und deren Resten“ des LANUV hin. Den Flyer und den zugehörigen „Leitfaden für eine ordnungsgemäße Beseitigung von Wildtierkörpern und Teilen von Wildtieren einschließlich Resten erlegten Wildes“ findet man im Internet über jede Suchmaschine sowie unter www.lanuv.nrw.de

 

Darin wird unter anderem erklärt, wie mit Aufbruch und weiteren Teilen des Tierkörpers umgegangen werden muss. Aufbruch darf am Erlegungsort verbleiben, wenn das Stück augenscheinlich gesund war. Reste eines Stückes (Decke, Läufe, Haupt, etc.), das zu Hause oder in der Wildkammer zerwirkt wurde, dürfen nicht wieder ins Revier verbracht werden. Sie müssen stattdessen in der Tierkörperbeseitigungsanlage (heute: Verarbeitungsbetrieb für tierische Nebenprodukte, VTN) entsorgt werden. Hintergrund: Neben dem Fall zweier aufgefundener Frischlinge hat es im Kreis Coesfeld einen weiteren Fall illegal entsorgter Wildschwein-Schwarten gegeben. Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb wurde die Schwarte einer Sau von einer unbekannten Person in der Kadavertonne eines Schweinemastbetriebs abgelegt. Dazu muss der Täter einen Zaun oder ein Tor überwunden haben.

 

Glücklicherweise war das Wildschein nicht mit der ASP infiziert. Wäre die Sau mit der ASP infiziert gewesen, hätte der gesamte Tierbestand des Betriebes gekeult werden müssen. Das hätte die wirtschaftliche Existenz des Betriebes bedroht.

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