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RWJ 11/2019: Bälge nachhaltig nutzen

Unterstützen Sie Fellwechsel

Pelz ist in der Bevölkerung umstritten, doch mit der DJV-Aktion Fellwechsel und dem Kürschner-Label weprefur kann man hochwertige Pelze aus nachhaltiger Jagd verwerten und so das Image von Pelz und Jagd verbessern.

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Heimische Kürschner fertigen langlebige, Kleidung – nachhaltig, ressourcenschonend und nach höchsten Öko-Standards.

Fellwechsel ist beeindruckt von der Unterstützung aus Reihen der Jäger, doch das junge Unternehmen steht vor vielen Herausforderungen.

 

Personalsituation: Seit Anfang September hat die Abbalgstation in Rastatt eine Büro leiterin – Gloria BreuerFernandez erreicht man montags bis mittwochs unter 0 72 22/9 02 29 88.

 

Auszahlung der Gutschriften: Fellwechsel legt für jeden eingeschickten Balg eine umfangreiche Dokumentation an – bei 25 000 Herkunftsnachweisen eine ziemliche Herausforderung. Die Zeit bis zum fertigen Produkt liegt bei rund einem Jahr, alleine das Gerben dauert 4 – 6 Monate, daher muss die Auszahlung der Gutschriften zu diesem Rhythmus passen. Bis Ende des Jahres werden die Auszahlungen für die Wintersaison 2017/18 vorgenommen, 2020 für die Wintersaison 2018/19. Fellwechsel bittet um Verständnis dafür – je länger Sie Bälge kostenlos zur Verfügung stellen, desto eher hat Fellwechsel eine Chance, endlich in die schwarzen Zahlen zu kommen!

 

Sachstand Auftragsarbeiten: Auftragsarbeiten wurden vorrangig bearbeitet, Fellwechsel muss aber noch etwa 400 Aufträge streifen. Sobald dies erledigt ist, gehen sie in die Gerbung. Fellwechsel bittet daher noch um Geduld. Ware, die aus der Gerbung zurückkommt, wird direkt verschickt.

 

Logistik 2019/20: Mit den LJVs wird ein neues Logistikkonzept erarbeitet.

 

Qualität der angelieferten Bälge: Probleme ergaben sich durch die Größe angelieferter Nutrias – darunter leider sehr viele zu kleine, die sich wegen zu hoher Logistik, Lagerund Entsorgungskosten nicht verarbeiten lassen. Viele Füchse haben Kahlstellen durch Verhitzen. Bitte frieren Sie die Tiere nach dem Erlegen möglichst schnell ein – einfach Vorderund Hinterläufe mit einer Hand fassen und in einem stabilen Müllsack einfrieren. Viele Füchse hatten dazu Kahlstellen auf der rechten Seite (Hitze kann beim Streckelegen nicht entweichen, wenns nicht kalt genug ist und die Stücke zu lange liegen).

 

Bitte auch nicht die „Eimer-Methode“ verwenden – steckt man erlegtes Wild noch warm mit Sack in einen Eimer, um eine runde Form zum Einfrieren zu bekommen, kann die Wärme nicht entweichen. So eingefrorene Tiere gehen an Kopf und Bauch leider schon beim Streifen oder in der Gerbung kahl. Nicht ordnungsgemäß beschriftetes Wild kann in der kommenden Saison nicht mehr abgeholt werden, bitte achten Sie also darauf, dass die Wildart „von außen“ ablesbar ist. Gelbe Säcke, aufgeklebte Zettel, Prospekthüllen, getackerte Zettel oder verschnürte Wurstpakete werden nicht mehr angenommen. Die Herkunftsnachweise sind nicht mehr lesbar (blutverschmiert) oder reißen ab.

 

Lagerkapazitäten 2019/20: Fellwechsel ist darauf angewiesen, dass wirklich nur absolut gute Qualität eingelagert wird. Werden Ihre Truhen durch zu kleine Nutrias, schlecht geschossene Füchse u. a. blockiert, ist keinem geholfen.

 

Info: www.djv-shop.de/djv-artikel/fellwechsel

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