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RWJ 05/2015: Gegen ideologisches Jagdgesetz

Kampf auf breiter Front

Mit dem Jahresbericht 2014 bietet der Landesjagdverband NRW wieder die Gelegenheit, sich schnell über jagd- und verbandspolitisch relevante Vorgänge zu informieren. Der vollständige Bericht ist kostenlos abrufbar bei der LJV-Geschäftsstelle (s. a. www.ljv-nrw.de), einsehbar bei den KJS-Geschäftsstellen und beim Landesjägertag am 30. Mai in Schmallenberg ausgelegt.

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Zum Auftakt der Regionalkonferenzen trafen sich schon über 1000 Jäger am 7. Oktober 2014 im Kölner Gürzenich.

Landesjägertag 2014

Rund 1100 Teilnehmer erlebten am Samstag, den 10. Mai 2014, im Kölner Gürzenich einen mit Spannung erwarteten Landesjägertag. Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, machte einmal mehr deutlich, dass sich das Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen bestens bewährt hat und die Jägerschaft daher Änderungen grundsätzlich skeptisch gegenübersteht. Er betonte in Anwesenheit des NRW-Umweltministers Johannes Remmel seine grundsätzliche Dialogbereitschaft mit dem Ministerium, skizzierte aber ebenso deutlich, dass bestimmte Punkte mit der Jägerschaft nicht zu machen seien.

 


Regionalkonferenzen

Nachdem NRW-Umweltminister Remmel im September 2014 seine Vorstellungen für ein „ökologisches“ Jagdgesetz bekannt gegeben hatte, begann der LJV umgehend, seine Mitglieder, die Öffentlichkeit und die Politik über die zahlreichen Verschlimmbesserungen für den Tier-, Natur- und Artenschutz in diesem Gesetzentwurf zu informieren. In fünf Regionalkonferenzen vor insgesamt rund 15 000 Teilnehmern hat der Landesjagdverband sehr eindrücklich auf den umfangreichen Änderungsbedarf beim Entwurf des zukünftigen Landesjagdgesetzes hingewiesen.

 

Bei den Regionalkonferenzen signalisierten alle beteiligten Politiker, besonders sogar jene der Landesregierung, dass der Gesetzentwurf noch in vielen Punkten maßgeblich geändert werden müsse. Alle Regionalkonferenzen wurden mitgeschnitten, sodass die Aussagen der Politiker festgehalten sind. Vier der Regionalkonferenzen konnten und können jetzt noch per Videostream im Internet nachverfolgt werden. Umso schlimmer ist, dass der derzeitige Gesetzentwurf immer noch erheblich hinter den auf den Regionalkonferenzen besprochenen Änderungsnotwendigkeiten zurückbleibt.

 

 


Bildergalerie: Regionalkonferenzen

Lokaler Protest

Seit den Regionalkonferenzen erhebt sich auch in den Kreisjägerschaften der Protest gegen Ideologie im Jagdgesetz. Das Motto lautet: „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!“ In den Kreisjägerschaften werden seither die örtlichen Landtagsabgeordneten aller Parteien zu Lokalkonferenzen gebeten und als Mitglieder des Gesetzgebungsorgans Landtag zu ihrer Haltung zum Landesjagdgesetz befragt.

 


Landeswettbewerb im Jagdhornblasen 2014

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Zum 29. Mal fand der Landeswettbewerb im Jagdhornblasen am 14. und 15. Juni 2014 in Brühl (KJS Rhein-Erft) am Schloss Augustusburg statt. Rund 1 500 Jagdhornbläser stellten sich in 103 Gruppen an den Wettbewerbstagen der Heraus forderung in den einzelnen Wertungsklassen. Der Wettbewerb dient gleichermaßen der einheitlichen Interpretation auf der Jagd zum Einsatz kommender Jagdsignale wie der jagdlichen Öffentlichkeitsarbeit. Auch ein Wettbewerb im Es-Horn-Blasen fand in diesem Rahmen wieder statt.

 


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Seminar für Jagdhornbläser

Zum 7. Mal veranstaltete der Landesjagdverband NRW Anfang März 2014 ein Seminar für Jagdhornbläser. Über 40 Jagdhornbläser, vorwiegend musikalische Leiter von Bläserkorps, beteiligten sich an diesen drei Tagen in Bielefeld. Ein kleines, von allen Teilnehmern gemeinsam vorgetragenes Jagdkonzert beendete die Veranstaltung.

 


Wildpflanzen: Bereicherung der Artenvielfalt - Energieträger der Zukunft?

Horst Becker, der parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium NRW, besuchte Mitte Dezember 2014 Wildpflanzenflächen von Landwirt Johannes Essing in Rhede/Kreis Borken. Er folgte damit einer gemeinsamen Einladung des LJV und dem bundesweit agierenden Netzwerk Lebensraum Feldflur. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, ertragreiche Wildpflanzen als ökologische Alternative zum Mais als pflanzliche Energieträger anzubauen.

 

Info: www.Lebensraum-Feldflur.de

 


Niederwildmisere in NRW - erste Ergebnisse des Fasanenprojekts

Das gemeinsame Forschungsprojekt der Landesjägerschaft Niedersachsen und des LJV NRW mit dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung NRW zu Ursachen des Rückgangs von Fasanenund Rebhuhnbesätzen führte zu ersten, aber noch nicht abschließenden Ergebnissen:

 

Bisher kann danach angenommen werden, dass der Rückgang sicher keine typische Geflügelseuche ist. Welchen Einfluss bisher bei untersuchten Fasanen gefundene Erreger auf die Gesamtpopulationen haben und inwieweit ein Zusammenspiel verschiedener Umweltfaktoren zur Schwächung der Tiere führt und sie somit anfälliger gegenüber verschiedener Krankheiten oder Beutegreifer machen könnte, lässt sich noch nicht abschließend bewerten. Daher sind weitere Untersuchungen zwingend erforderlich. Das mehrjährige Forschungsprojekt wird finanziert aus Mitteln der Jagdabgabe in Niedersachsen und NRW.

 


Fortbildung

Auch 2014 wurde an vier Fortbildungsstandorten Jägerhof Brüggen (letztmals), Hubertusheim Rheda-Wiedenbrück, Biotop- und Artenschutz-Zentrum Rheinberg, Jagdparcours Buke) ein umfangreiches und vielschichtiges Fortbildungsprogramm angeboten, darunter allein 34 Seminare. Revierführungen wurden so gut angenommen, dass schon Anfang 2014 alle Termine ausgebucht waren. Alle Termine unseres Fortbildungsprogramms können Sie jedem aktuellen RWJ und unserer Homepage www.ljv-nrw.de (geschlossener Bereich) entnehmen.

 


Danksagung

Das Präsidium dankt den Vorständen der Kreisjägerschaften und Hegeringe sowie allen Obleuten und Sprecherinnen für ihr Engagement im vergangenen Jahr. Dieser Dank gilt auch allen anderen ehrenamtlich für das Jagdwesen Tätigen. Ohne diese ehrenamtliche Tätigkeit wären zahlreiche Erfolge in der Verbandsarbeit nicht möglich gewesen.

 

Bitte unterstützen Sie uns auch im laufenden Jahr mit Ihren Ideen und Ihrem tatkräftigen Einsatz!

 

Ralph Müller-Schallenberg Präsident des Landesjagdverbandes NRW

 


Landesjägertag 2015

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