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RWj 12/2014: Arbeitstreffen der Schwarzwildringe

Gemeinsam kann es klappen...

Bereits zum neunten Mal trafen sich Ende September Vorsitzende und Vertreter von Schwarzwildringen in NRW in Medebach. LJV-Vizepräsident Dr. Hermann Hallermann konnte dazu 10 Vertreter begrüßen. Als Ansprechpartner der Interessengemeinschaft Schwarzwild Orke stellte Alfons Brocke anschaulich dar, dass nur mit einer Vertrauensbasis zwischen Landwirten, Wald bauern und Jägern der Bestand an den vorhandenen Lebensraum angepasst und eine artgerechte Rottenstruktur erreicht werden kann.

exkursion

Im Rahmen einer Exkursion in gut geführte Schwarzwildreviere wurden unter Leitung von Alfons Brocke (l.) viele Praxis-Themen intensiv diskutiert.

Die intensive Diskussion zeigte, dass in gut funktionierenden Ringen keine bzw. nur vertretbare Wildschäden auftreten, denn revier übergreifende Jagden sind sehr effektiv und können den Bestand nachhaltig auf ein verträgliches Niveau einstellen. Gemeinsame Bejagungsstrategien von Feld- und Waldrevieren (Staats-, Privatund Kommunalwald) sind dabei entscheidend. Durch intensive Bejagung muss der Bestand reguliert und sein natürlicher Aufbau sichergestellt werden. Daher sollte der Abschuss aus mindestens 75, besser 80 Prozent Frischlingen bestehen. In fast allen Revieren fehlen immer noch reife Keiler, weil viel zu viele als Überläufer erlegt werden.

 

Der Erfolg gemeinsamer Drückjagden hängt entscheidend von guter Organisation ab (s. RWJ 10/2014). Dafür sollte man regelmäßig am Schießstand (lfd. Keiler) oder im Schießkino trainieren. Jungjäger müssen dabei an die Hand genommen und durch erfahrene Jäger an die richtige Bejagung der Sauen herangeführt werden. Revierübergreifende Jagden sollten auch zur Bejagung von Rehen und weiterem Schalenwild genutzt werden. Bei der Exkursion in gut geführte Reviere wurden viele Punkte in der Praxis begutachtet und intensiv diskutiert. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass man überall in NRW, wo Sauen vorkommen, Schwarzwildringe gründen sollte. Der LJV wird deshalb weitere Vertreter von Hege gemeinschaften und interessierte KJS-Vertreter, die eine SHG gründen wollen, zum nächsten Arbeitstreffen einladen. Schwarzwildringe sind vor Ort auf die Unterstützung der zuständigen Kreisjägerschaft angewiesen.

 

Das nächste Treffen (mit hoffentlich noch mehr vertretenen Schwarzwild ringen) soll im Sommer 2015 stattfinden.

 

LJV NRW

 

Gesellschaftsjagden

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