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RWJ 06/14: Stiftung zum Schutz von Tier und Natur Solingen

Ein Vierteljahrhundert Naturschutz im Bergischen Land

Pioniere im wahrsten Wortsinn gründeten vor 25 Jahren in Solingen eine Stiftung, die die Interessen von Naturschutz und Jagd effektiv bündelte. Dafür wurde die Kreisjägerschaft im Bergischen Land mit dem Biotophegepreis 2014 ausgezeichnet.

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LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg mit den Verantwortlichen der Solinger Stiftung.

Vor 25 Jahren bestanden ernste Konflikte zwischen unterschiedlichen Interessengruppen mit gleicher oder ähnlicher Zielrichtung im Tier-, Natur- und Umweltschutz. Den Solinger Jägern gelang es, zunächst mit dem örtlichen Tierschutzverein, später mit Landwirten, Forstwirten, Ornithologen und anderen Naturschützern in vielen Bereichen Gemeinsamkeiten zu erkennen und eine Zusammenarbeit aufzubauen.

 

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Beim jüngsten Projekt der Stiftung entstand nach harter Arbeit ein Baumbiotop mit begleitender Info-Tafel.

Bereits 1979 entstand der Arbeitskreis zum Schutz von Tier und Natur Solingen. Er führt die intensive und fruchtbare Zusammenarbeit, die weit über die Stadtgrenzen hinaus als Solinger Modell bekannt wurde, bis heute fort. Darin wirken Forstwirte, Jäger, Fischer, Landwirte, Ornithologen, Tierschützer sowie Naturund Umweltschutzverbände zusammen.

 


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Zunehmende Umweltprobleme, Waldsterben, Artenschwund der Tier- und Pflanzenwelt und weiter steigende Umweltbelastungen führten zu der Erkenntnis, dass der Schutz von Tier und Natur nur durch die Sicherung von Lebensräumen zu verwirklichen ist. Denn ausreichender Lebensraum ist unabdingbar für Ruhe, Nahrung und Fortpflanzungsmöglichkeit von Tieren und Pflanzen.

 

Seit ihrer Gründung betreibt die Stiftung zum Schutz von Tier und Natur Solingen erfolgreich Biotoppflege und -schutz, die Erfolge sind auch in Zahlen messbar – 58 Flächen mit einer Gesamtgröße von rund 18 ha belegen dies eindrücklich!


Preisgeld wird gleich wieder investiert

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2013 wurde ein 5 000 m² großes ehemaliges Wiesengrundstück mit insgesamt 750 Bäumen bepflanzt, um eine ehemalige ökologisch arme Viehweide aufzuwerten. Hinzu kommt der Erosionsschutz, besonders für dahinter liegende landwirtschaftliche Nutzflächen.

 

Dies war das größte Projekt der Stiftung 2013, für 2014/15 ist die Neuanlage eines größeren Feuchtgebietes im Stadtbereich geplant, das zu einem Verbundsystem gehört. Soweit es geht, wird bei Flächenplanung und -gestaltung versucht, Biotope miteinander zu vernetzen, um Lebensräume für möglichst viele unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten zu erschließen. Die Solinger Kreisjägerschaft hat rund 350 Mitglieder, die sich alle finanziell und teilweise ehrenamtlich an der Naturschutzarbeit der Stiftung beteiligen.

 

Den ausgelobten Preis wird die Stiftung zur weiteren Ausgestaltung und Pflege ihrer Flächen verwenden – das Preisgeld in Höhe von 2 000 Euro wird also gleich in zukünftige Naturschutzprojekte investiert.


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