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RWJ 03/2014: Ländlicher Raum lässt sich nicht bevormunden

„Jägergeld in Jägerhand“

Für eine Stärkung des ländlichen Raums setzt sich LJV-Präsident Ralph Müller- Schallenberg ein. Welche Gefahren in einem Ballungsland wie NRW lauern, werde durch die demografische Entwicklung klar, sagte er zur Eröffnung der Jagd & Hund in Dortmund. Im Ruhrgebiet gebe es massive Bevölkerungsrückgänge mit entsprechenden Einnahme-, Infrastruktur- und Wohlstandsverlusten. Unter diesen Aspekten seien allein Gedankenspiele ein fatales Signal, diese Verluste durch eine beschleunigte Land-Stadt-Flucht, also das Forcieren der Abwanderung aus dem ländlichen Raum zu kompensieren.

„Dagegen müssen sich Land und Leute massiv zur Wehr setzen, sonst blutet der ländliche Raum aus“, sagte der Jägerpräsident. In diesen Zusammenhang gehöre nicht nur das Jagdrecht, sondern auch die Jagdabgabe – Müller-Schallenberg: „Wir brauchen eine Debatte über die Zukunft der Finanzierung unserer Aufgaben. Die Jagdabgabe, die heute jeder Jäger bei Lösung des Jagdscheins zahlt, gehört auf den Prüfstand. Genau genommen steht sie dort juristisch längst. Für uns gilt mehr denn je – Jägergeld in Jägerhand!“

 

Es gehe im Kern all dieser Fragen darum, ob der ländliche Raum seine Dinge selbstbestimmt in die Hand nehmen könne oder sich von anderen bevormunden lasse. „Für mich ist klar – Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit mit anderen, wo immer sie möglich sind“, sagte Müller-Schallenberg, „aber niemals auf Kosten von Bevormundung und Gängelung der Bewohner und Nutzer des ländlichen Raums.“

 

Jagdpolitik

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