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RWJ 08/2019: Eifel - Hohes Venn Drittes

Drittes Wolfsgebiet in NRW

Nicht weit von Aachen, Euskirchen und Düren ist offenbar ein weiterer Wolf sesshaft geworden. Mehrfache Sichtungen, Risse von Schafen und genetische Nachweise legen das nahe. Jetzt hat die Landesregierung reagiert.

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Das Wolfsgebiet Eifel-Hohes Venn erstreckt sich auf rund 505 km² über Teile der Städte­­region Aachen und des Kreises Euskirchen.

Vor diesem Hintergrund hat das Umweltministerium das Wolfsgebiet Eifel-Hohes Venn ausgewiesen –nach Schermbeck und Senne das dritte in Nordrhein-Westfalen. Es umfasst mit rund 505 km2 Teile der Städteregion Aachen und des Kreises Euskirchen. Umweltministerin Heinen-Esser: „Vier Nachweise liegen aktuell aus der Städteregion Aachen vor, die die Anwesenheit eines Wolfs bestätigen. Anhand eines genetischen Befundes konnte ein männlicher Wolf (Kennung GW 926m) individualisiert werden. Das Wolfsgebiet ist zugleich Förderkulisse, in der Tierhalter mit Schafen und Ziegen und Wildgehege ab sofort Förderungen für Maßnahmen zum Herdenschutz (Prävention) beantragen können. Das Wolfsgebiet ist bewusst großzügig dimensioniert.“

 

Pufferzone

Zusätzlich wird im Umfeld des Wolfsgebietes eine Pufferzone (1 261 km2) ausgewiesen. Die Pufferzone umfasst weitere Teile der Städteregion Aachen sowie der Kreise Euskirchen und Düren. Auch darin werden Maßnahmen zum Herdenschutz bei Bedarf gefördert (Bearbeitung der Anträge: Bezirksregierung Köln). Das vom Landesumweltamt (LANUV) ermittelte Wolfsgebiet mit umliegender Pufferzone umfasst die grenznahe Kulturlandschaft der NRW-Eifel mit ihren ausgedehnten Wäldern, nach Westen schließt das Wolfsgebiet an die bestätigten Vorkommen im Hohen Venn in Belgien an.

 


Nationalpark Eifel

Große Teile des Nationalparks Eifel sind ebenfalls Teil des Wolfsgebietes. Ziel der großzügigen Abgrenzung ist es, möglichst vielen Nutztierhaltern präventiven Herdenschutz zu ermöglichen. Die Förderung entspricht dem Standard, der in Bundesländern angewandt wird, die bereits seit Jahren über Wolfsvorkommen verfügen.

 


Sauerland, Lippe, Schermbeck

Derweil reißen die Wolfsnachweise nicht ab. In Olpe, Kalletal (LIP) und im Wolfsgebiet Schermbeck (WES) wurden im Juni Wolfsrisse an Nutz- und Wildtieren bestätigt. In Kierspe (MK) wurde ein wolfsähnliches Tier gesichtet und fotografiert, mittlerweile hat ein Berater bestätigt, dass es sich auch dabei um einen Wolf handelte.

 

Weitere Info zu Wolf u. Wolfsgebieten in NRW: www.wolf.nrw


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