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RWJ 06/2020: KJS Paderborn

Jäger spenden Wildbret an Hilfsorganisationen

Die Jäger im Hochstift sind einem Aufruf des LJV-Präsidenten gefolgt und haben nicht unerhebliche Mengen an verarbeitetem Wildbret für Menschen in Not gespendet.

Jäger spenden Wildbret an Hilfsorganisation

Annika Güthoff, Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjägerschaft Paderborn, mit dem Geschäftsführer der Tafel Paderborn, Wolfgang Hildesheim.

Die Corona-Pandemie stellt viele Menschen vor große – vor allem finanzielle – Herausforderungen. Deshalb hat der LJV-PrКsident Ralph Müller-Schallenberg angeregt, dass sich die LJV-Mitglieder für die Gesellschaft engagieren sollen, indem sie etwa Lebensmittel an Hilfsorganisationen weitergeben, die diese dann an Bedürftige verteilen können.

 

Die Kreisjägerschaft Paderborn nahm diesen Aufruf zum Anlass, um zu helfen. „Wir als Jägerinnen und Jäger können mit unseren Ressourcen helfen, die Not zu lindern, die auch regional bei den Menschen zu spüren ist, indem wir ein wertvolles und gesundes Nahrungsmittel zur Verfügung stellen,“ so Annika Güthoff, Pressesprecherin der Kreisjägerschaft Paderborn.

 

Die Kreisjägerschaft hat Ende März mit Unterstützung des Kreises Paderborn eine Initiative ins Leben gerufen, die obdachlose, alte, kranke und arme Menschen vier Wochen lang mit kostenlosem Wildbret in Form von Leberwurst, Fleischwurst, PfefferbeiІern, Bratwurst und Gulasch versorgt hat.

 

Die Spenden gingen an die Tafel Paderborn, die Speisekammern im Kreis Paderborn, die Bahnhofsmission, B2 Streetwork und die SKM TagesstКtte für Wohnungslose, eine Einrichtung der Caritas. „Der Bedarf war und ist sehr groІ. Durch die Corona-Krise gerieten und geraten viele Organisationen in BedrКngnis, was Spenden anbelangt,“ so Annika Güthoff. Der Bedarf, den die Hilfsorganisationen haben, wurde zu Beginn der Spendenaktion abgefragt, damit ausschlieІlich Fleisch- und Wurstprodukte produziert werden konnten, die die Hilfesuchenden direkt und ohne großen Aufwand zubereiten und verzehren können.

 

Am 1. April beginnt traditionell das neue Jagdjahr, was die Paderborner Jäger zum Anlass nahmen, ihre große Hilfsbereitschaft zu demonstrieren.

 

50 Rehe und Sauen

So sind in den vier Wochen Aktionszeit knapp 50 Rehe und Wildschweine für den guten Zweck gespendet worden, die von einem zertifizierten Fachbetrieb zu fertigen Produkten weiterverarbeitet wurden. Christoph Klare, Mitglied der Kreisjägerschaft Paderborn und selbststКndiger Metzger aus Bad Lippspringe, hatte sich sofort bereit erklКrt, die Initiative zu unterstützen.

 


Professionelle Unterstützung

Er hat das Wild nicht nur mit seinem Team verarbeitet, sondern stellte auch Kühlfahrzeuge zur Verfügung, mit denen die Lebensmittel an die Hilfsorganisationen verteilt werden konnten, um erstklassige QualitКt zu gewährleisten. Das Spendenaufkommen belief sich zum Ende der Aktion auf mehr als 9 000 Euro.

 

Unterstützt wurden die Paderborner Jäger von ihren Freunden aus dem Kreis Höxter, die sich großzügig und engagiert beteiligten und auch fleißig spendeten.

 

„Wir freuen uns sehr über die groІe Hilfsbereitschaft. Wir konnten mit unserer Aktion mehr als 3 000 Mahlzeiten im Kreis Paderborn sichern,“ so Berthold Antpöhler, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Paderborn.

 

Er sagt weiter: „Die Jäger zeigen, dass sie ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft sind und sich nicht nur um Natur und Wild, sondern auch um ihre Mitmenschen kümmern. Sie packen dort mit an, wo Hilfe benötigt wird.“

 


Gute Außenwirkung

Auch medial sorgte die Initiative für großes Aufsehen. Sowohl die Tagespresse als auch der DJV in Berlin, die jagdlichen Fachmedien, Radio Hochstift und die WDR Lokalzeit OWL nahmen die Aktion zum Anlass, um über den Einsatz der Jägerinnen und Jäger aus Paderborn und Höxter zu berichten und diese in ihrem Tun großflächig zu unterstützen.

 

Annika Güthoff
Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit


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