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RWJ 01/2019: Wildbret-Abgabe

Die meisten Jäger fallen nicht unter das Verpackungsgesetz

Ein DJV-Gutachten bestätigt, dass nur Jäger vom neuen Verpackungs-gesetz betroffen sind, die gewerbsmäßig mit Wildbret handeln. Dennoch gibt es einige wichtige Dinge zu beachten:

verpackungsverordnung djv

Wer Wild vakuumiert abgibt, ist damit nicht automatisch gewerbsmäßig aktiv – und fällt damit unter das neue Gesetz.

Das neue Verpackungsgesetz, das zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, bringt auch für einige Jäger neue Pflichten mit sich. Zunächst bestand noch erhebliche Unsicherheit darüber, wer von dem Gesetz betroffen ist. Anfang Dezember bestätigte ein Verpackungsrechtsexperte für ein DJV-Gutachten:

 

Jäger, die Wildbret verpackt (etwa vakuumiert) abgeben, handeln nicht gewerbsmäßig, wenn sie keine Gewinne aus der Jagd erzielen.

 

Demnach sind sie vom kommenden Verpackungsgesetz nicht betroffen und müssen sich nicht registrieren. V. a. land- oder forstwirtschaftliche Betriebe, bei denen Jagd aber ein Teil des Betriebes ist, fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich des Verpackungsgesetzes.

 

Diese Betriebe können in vielen Fällen aber sog. „Serviceverpackungen“ verwenden und so die Registrierungspflicht vermeiden. In einem Frage-Antwort-Papier des DJV (www.jagdverband.de/node/9365) findet man detaillierte Antworten zur möglichen Registrierungspflicht. Das Verpackungsgesetz löste zum Jahreswechsel die bislang geltende Verpackungs„verordnung“ ab. Neu ist u. a. eine Registrierungspflicht für Hersteller von verpackten Produkten. Diese müssen sich (wie bisher) an einem „dualen“ System zur Verpackungsentsorgung beteiligen.

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Ohne modernes Verpackungsmaterial lässt sich Wildbret nicht vermarkten. Foto: F. Martini


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