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RWJ 01/2020: Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land

Vierter Wolf in NRW sesshaft

Zwischen Köln und Siegen zieht eine Wölfin ihre Fährte. Das Umweltministerium hat bestätigt, dass das Tier nun standorttreu geworden ist. Tierhalter sollen in Zukunft einfacher und besser entschädigt werden.

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NRW hat das „Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land“ ausgewiesen. Dazu gehören die Städte und Gemeinden Engelskirchen, Lindlar, Nümbrecht, Wiehl sowie die Bereiche von Gummersbach westlich der B 256 im Oberbergischen Kreis, Eitorf, Hennef, Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth sowie die Bereiche von Bad Honnef, Königswinter und Siegburg östlich der A3 im Rhein-Sieg-Kreis, Overath, sowie die Bereiche von Rösrath östlich der A3 im Rheinisch-Bergischen Kreis. Fotonachweise und genetische Spuren an gerissenen Nutz- und Wildtieren legen nahe, dass ein Wolf im Oberbergischen Land zwischen der Autobahn A3 im Westen, der Autobahn A4 im Norden und der Landesgrenze nach Rheinland- Pfalz im Südosten ortstreu geworden ist. Derselbe Wolf wurde auch im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Anhand eines genetischen Befundes handelt es sich um einen weiblichen Wolf mit Kennung „GW1433f“. Nach Osten hin schließt sich das „Wolfsverdachtsgebiet“ nahtlos an die Pufferzone um das rheinland-pfälzische Wolfsgebiet „Stegskopf“ an.

 

Das Wolfsverdachtsgebiet ist zugleich Förderkulisse. Damit ermöglicht das Umweltministerium zu einem sehr frühen Zeitpunkt Förderungen für den Herdenschutz, damit die Tierhalter Vorsorge für eine Sicherung ihrer Tierhaltungen betreiben können. Das Wolfsverdachtsgebiet ist bewusst großzügig dimensioniert, erklärte Umweltstaatssekretär Dr. Heinrich Bottermann. Tierhaltungen mit Schafen und Ziegen sowie Wildgehege können damit in Kürze Förderungen für Maßnahmen zum Herdenschutz, also zur Prävention, beantragen. Förderfähige Maßnahmen zum Herdenschutz sind zum Beispiel wolfabweisende Zäune sowie entsprechendes Zubehör. Förderanträge werden durch die Bezirksregierung Köln entgegengenommen und bearbeitet.

 

Weitergehende Informationen zum neuen Verdachtsgebiet und den bereits bestehenden Wolfsgebieten, Grundwissen zum Wolf und dem Umgang mit ihm sowie zum bestehenden Förderrahmen, sind im Internet in dem öffentlich zugänglichen Wolfsportal www.wolf.nrw abrufbar. Zurzeit gibt es in Nordrhein- Westfalen drei Wolfsgebiete und vier Pufferzonen (ebenfalls Förderkulisse).

 

  • Schermbeck: 957 km², 2 805 km² Pufferzone
  • Senne: 922 km², 3390 km² Pufferzone
  • Eifel: 505 km², 1 261 km² Pufferzone (auch im angrenzenden Rheinland- Pfalz und Belgien)

 


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