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RWJ 01/2021: Aufruf von LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg an alle Inhaber von Jagdrevieren in Nordrhein-Westfalen

Unterstützen Sie die neue flächendeckende Einschätzung von Wildtierarten in NRW!

 

Sehr geehrte Revierinhaberinnen und Revierinhaber, liebe Jägerinnen und Jäger!

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Neben Rebhuhn, Nilgans und Biber stehen weitere Arten im Fokus der Einschätzung – diese Zahlen sind jagdpolitisch unbedingt nötig. Foto: K.-H. Volkmar

Die Flächendeckende Einschätzung in den Frühjahren 2006, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017 und 2019, an der sich erfreulicherweise sehr viele NRW-Reviere beteiligten, führte zu wichtigen Erkenntnissen zum Vorkommen und der regionalen Verbreitung von Wildtierarten. Im Einzelnen erinnere ich an die Besatzentwicklung des Wildkaninchens (und seiner Krankheiten), das Vorkommen von Grau-, Kanada und Nilgans, der Neozoen Marderhund, Waschbär und Mink sowie von Kolkrabe, Wildkatze, Fischotter, Biber und Nutria.

 

Diese Ergebnisse haben den DJV veranlasst, mit jagdwissenschaftlichen Instituten, die das WILD-Projekt begleiten, im Frühjahr 2021 bundesweit eine erneute Flächendeckende Einschätzung durchzuführen – als Erhebung zu den Arten, die im Fragebogen (Muster s. Download) genannt sind. Der Fragebogen ist in Bezug auf Reviere allgemein gehalten, so dass die Anonymität absolut gewahrt bleibt.

 

Obwohl einzelne Sachfragen mit Revierkenntnis einfach beantwortet werden können, liegt die besondere Bedeutung der Umfrage in der Repräsentativität, d. h., im Idealfall mit einer flächendeckenden Beteiligung aller Reviere.

 

Daher bitte ich alle Revierinhaberinnen und Revierinhaber in NRW sehr herzlich, sich an dieser Aktion zur Unterstützung unserer jagdpolitischen Bemühungen auf Bundesebene zu beteiligen und den Fragebogen möglichst bis Mitte Juni an dieselbe Stelle (Kreisjägerschaft, Hegering) zurückzuleiten, von der sie ihn erhalten haben.

 

Zur Klarstellung hebe ich hervor, dass durch diese Einschätzung traditionelle WILD-Zählungen in Referenzrevieren nicht berührt werden, diese also auch weiter in Bezug auf Feldhasen und ihre Prädatoren (Fuchs, Dachs, Krähe) von entscheidender Bedeutung sind.

 

Zugleich weise ich darauf hin, dass die ebenfalls schon traditionellen Erhebungen der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung (Bonn) zum Rebhuhn (seit 2016 durch den LJV im Rahmen des WILD-Projektes koordiniert/ über die Unteren Jagdbehörden) grundsätzlich nicht berührt werden.

 

Wenn das Rebhuhn in dieser Flächendeckenden Einschätzung trotzdem „abgefragt“ wird, dann um auch Erkenntnisse darüber zu bekommen, wie es sich in Gebieten, die in den jährlichen Erhebungen nicht erfasst werden, entwickelt hat.

 

Fragen zu Nutria, Bisam, Biber und Fischotter sollen deren aktuelle Verbreitung in NRW klären. Da es bei diesen Arten zu Verwechselungen kommen kann – v. a. schwimmend im Wasser – sollen nur eindeutige Hinweise als Nachweise verwendet werden.

 

Zusammenfassend halte ich also fest, dass der Deutsche Jagdverband in dieser Sache auf Ihre aktive Unterstützung dringend angewiesen ist, ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diesem Anliegen entsprechen könnten.

 

Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus und verbleibe mit allen guten Wünschen für das neue Jahr und bleiben Sie gesund !

 

Ralph Müller-Schallenberg
Präsident Landesjagdverband NRW
Vizepräsident Deutscher Jagdverband

 

 

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Download

Der Fragebogen aus dem Rheinisch-Westfälischen Jäger Ausgabe 01/2021 steht Ihnen nachfolgend als kostenloser Download zur Verfügung.

RWJ 01/2021: Flächendeckende Einschätzung


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