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RWJ 02/2018: Kaninchen und Hasen in höchster Überflutungsnot

WDR begleitet Jäger bei Wildrettung

Rhein-Hochwasser beschäftigt nicht nur die Schifffahrt und bedrohte Anliegerstädte. Vorgelagerte Inseln gehören zu bevorzugten Wildlebensräumen – und werden zur tückischen Falle. Kölner Jäger versuchen, mit Booten zu helfen, ein Fernsehteam war dabei.

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Thorsten Scheer (l.) mit dem WDR-Team und seinen Helfern beim Hochwasser-Rettungseinsatz.

Insgesamt waren der Kölner Jagdpächter Thorsten Scheer und seine Helfertruppe viermal mit Booten unterwegs. Dabei wurden revierübergreifend Überflutungsbereiche von drei Revieren in Köln und Leverkusen abgesucht. Gerettet wurden dabei ein Feldhase und neun Kaninchen. Weitere Tiere wurden gesichtet, es bestand jedoch noch keine akute Ertrinkungsgefahr. Die Inseln lagen noch weit genug aus dem Wasser.

 

Jagdpächter Thorsten Scheer beteiligt sich an solchen Rettungseinsätzen seit über 35 Jahren und hat sich dies längst zur Tradition gemacht. Einsatzgerät, Schutzkleidung und Ausrüstung wurden immer weiter verbessert. Mit dem WDR und Redakteur Oliver Köhler wurde ein vertrauensvoller langjähriger Partner gefunden. So wurde im Lokalfenster Köln wie auch landesweit positiv über den ungewöhnlichen Rettungseinsatz der Jäger berichtet. Insgesamt wurden die Pegelstände sechs Tage aufmerksam kontrolliert und mit Ferngläsern immer wieder die Situation auf den Inseln verfolgt. Das geht nur mit einem eingespielten Team – mangels Deckung und Bewegung unterkühlen die Tiere sehr schnell.

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