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RWJ 01/2023: Aufruf an alle Inhaber von Jagdrevieren in Nordrhein-Westfalen

Unterstützen Sie die neue Flächendeckende Einschätzung
von Wildtierarten in NRW !

Sehr geehrte Revierinhaberinnen und Revierinhaber, liebe Jägerinnen

und Jäger !

Rebhuhn

Die Rebhuhn-Besätze in NRW stabilisieren sich – hält dieser erfreuliche
Trend an ?

Die Flächendeckende Einschätzung im Frühjahr der Jahre 2006, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017, 2019 und 2021, an der sich erfreulicherweise sehr viele NRW-Reviere beteiligten, führte zu sehr wichtigen Erkenntnissen über das Vorkommen und die regionale Verbreitung von Wildtierarten. Im Einzelnen erinnere ich an die Besatzentwicklung des Wildkaninchens (einschließlich seiner Krankheiten), das Vorkommen von Grau- und Kanadagans, die Verbreitung der Neozoen Nilgans, Marderhund, Waschbär und Mink sowie von Kolkrabe, Wildkatze, Fischotter, Biber und Nutria.

Die hochinteressanten Ergebnisse veranlassten den Deutschen Jagdverband,

im Einvernehmen mit den jagdwissenschaftlichen Instituten, die das WILD-Projekt begleiten, im Frühjahr 2023 bundesweit eine erneute Flächendeckende Einschät-zung durchzuführen – als Erhebung zu den Arten, die im Fragebogen rechts genannt sind.

 

Dieser Fragebogen ist in Bezug auf das Revier allgemein gehalten,

sodass die Anonymität absolut gewahrt bleibt.

Obwohl die Sachfragen mit vorhandener Revierkenntnis einfach beantwortet werden können, liegt die besondere Bedeutung dieser Umfrage in der Repräsentativität, also im Idealfall mit der flächendeckenden Beteiligung aller Reviere.

Aus diesem Grunde bitte ich alle Revierinhaberinnen und Revierinhaber in NRW sehr herzlich, sich an dieser Aktion zur Unterstützung der jagdpolitischen Bemühungen des DJV zu beteiligen und den Fragebogen möglichst bis Mitte Juni an dieselbe Stelle (Kreisjägerschaft, Hegering) zurückzuleiten, von der sie ihn erhielten.

Zur Klarstellung hebe ich hervor, dass durch diese Einschätzung die schon traditionellen WILD-Zählungen in den Referenzrevieren nicht berührt werden, diese also (unabhängig von dieser Erhebung) auch weiter in Bezug auf den Hasen und seine Prädatoren (Fuchs, Dachs,Krähe) von entscheidender Bedeu-tung ist. Zugleich weise ich darauf hin, dass die ebenfalls schon traditionellen Erhebungen der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung (Bonn) zum Rebhuhn (seit 2016 koordiniert durch den LJV im Rahmen des WILD-Projektes über die unteren Jagdbehörden) grundsätzlich nicht berührt werden. Wenn das Rebhuhn in dieser Flächendeckenden Einschätzung trotz-dem abgefragt wird, dient dies dem wichtigen Zweck, auch Erkenntnisse da rüber zu bekommen, wie es sich in Gebieten, die in den jährlichen Erhebungen nicht erfasst werden, entwickelt hat.


Waschbären

In manchen Regionen (v. a. an der Weser) gibts schon mehr Waschbären als Füchse ...

Die Abfrage zu Waschbär, Marderhund, Mink, Nutria und Bisam soll die aktuelle Verbreitung dieser Arten in NRW klären. Die Angaben bilden eine wichtige Grundlage zur Überwachung der jeweiligen Entwicklung.

Gänse-Vorkommen sind saisonal und regional sehr unterschiedlich. Ein ganz-heitliches Management setzt Kenntnisse und Daten zu Wanderbewegungen voraus.


Goldschakalen

Mit Goldschakalen ist eine weitere invasive Art auch in NRW auf dem Vormarsch (s. Artikel „Goldschakal bei Hamm“).

Die Großraubsäuger Wildkatze, Luchs, Goldschakal und Wolf kommen in Deutschland wieder häufiger vor, es ist wichtig, die weitere Entwicklung dieser Arten zu dokumentieren.

Zusammenfassend halte ich fest, dass der DJV in dieser Sache auf die aktive Unterstützung der Revier inhaberinnen und Revierinhaber dringend angewiesen ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diesem Anliegen entsprechen könnten.

Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus und verbleibe mit allen guten Wünschen für das neue Jahr – bleiben Sie gesund !

Nicole Heitzig
Präsidentin des Landesjagdverbandes NRW

Flächendeckende Erfassung


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