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RWJ 10/2018: NRW bald kein „Wolfserwartungsland“ mehr

Sesshafte Wölfe am Niederrhein?

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) prüft, ob die niederrheinischen Kreise Wesel und Kleve zum Wolfsgebiet erklärt werden.

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Spätestens mit dem ersten Rudel wird der Wolf auch in NRW zur Daueraufgabe. Foto: H. Pieper

Hintergrund ist, dass am Niederrhein in den Kreisen Wesel und Kleve in diesem Jahr bereits mehrere Schafe gerissen worden sind. DNA-Proben hatten ergeben, dass bei Schermbeck verendet aufgefundene Schafe von einem Wolf gerissen worden waren.

 

Jetzt will das LANUV herausfinden, ob sich ein Wolf dauerhaft in der Gegend angesiedelt hat. Dann würde die Region als Wolfsgebiet deklariert. In solchen Gebieten haben Weidetierhalter einen gesetzlichen Anspruch auf Fördergelder, mit denen man Maßnahmen zum Schutz der Tiere bezahlen kann – damit sind etwa Elektrozäune oder Herdenschutzhunde gemeint.

 

Dazu werden nun fünf Überwachungskameras rund um Schermbeck aufgestellt. Da das Wolfsmonitoring erst Mitte September anlief, werden Ergebnisse erst in einigen Wochen erwartet.

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