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RWJ 03/2021: Zu: Muss man sich alles gefallen lassen?, RWJ 2-21

Gegen Biker-Apps vorgehen

Die Autorin nimmt den einzelnen Mountainbiker in den Fokus. Dies ist naheliegend und richtig – der Radfahrer ist direkter Verursacher der Störung der Rechte aller anderer und Verursacher der Naturzerstörung.

 

 

Meiner Ansicht nach müsste die rechtliche Betrachtung auf einschlägige Apps erweitert werden, so lotsen etwa Betreiber von komoot Mountainbiker erst in fremdes Terrain abseits befestigter Wege. Als Jäger und Mountain biker ärgert es mich jedes Mal, wenn komoot versucht, mich vom Forstweg in die Dickung umzuleiten. Wenn App-Betreiber Geschäfte mit Gewinnerzielungsabsicht auf Kosten von Grundeigentümern machen, ist das nicht durch das allgemeine Betretungsrecht gedeckt. Jeder darf die freie Landschaft und den Wald zur Erholung aufsuchen, sobald das aber organisiert wird, ist der Grundeigentümer zumindest um Erlaubnis zu fragen. Wenn der örtliche Marathon- Club einen Waldlauf übers Wegenetz eines Forstbetriebs organisiert, müsste er schon den Grundeigentümer einbinden – erst recht, wenn jemand via App „Wildfremde“ von den Wegen holt. Zusätzlich sehe ich auch einen Konflikt mit dem allgemeinen öffentlichen Recht. Betreiber von Apps nutzen das öffentliche Gut Natur für ihre Geschäfte – und zerstören es gleich zeitig. Mit der gleichen Argumentationskette ist es ja auch möglich, Betreiber von Geocaching-Platt formen in die Schranken zu weisen.

 

H. Gantenbrink, 58708 Menden

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