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RWJ 03/2021: Ermittlungen in Waldbesetzer-Szene

Brandanschlag auf Jägerauto

Im Umfeld des Hambacher Forstes ist Ende Januar ein Fahrzeug einer Jägerin in Brand gesetzt worden. Es ist möglich, dass Linksextremisten, die sich an den Protesten gegen den Tagebau beteiligen, für die Tat verantwortlich sind. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.

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Die Polizei äußert sich in ihrer Stellungnahme nicht zu möglichen Tätern. Sie schreibt lediglich, dass eine direkt eingeleitete Fahndung nach dem oder den unbekannten Tätern ohne Erfolg verlief. Doch es drängt sich der Verdacht auf, dass Linksradikale das Auto der Jägerin in Brand gesetzt haben könnten – schließlich wurden in den Revieren rund um den Hambacher Forst in den vergangenen Jahren etliche Hochsitze zerstört sowie Jäger bedroht.

 

Am frühen Samstagabend war Simone P. mit ihren Hunden auf einer kleinen Revierrunde unweit des Tagebaus unterwegs. Sie selbst jagt nur wenige Kilometer entfernt. Sie stellte den Subaru Forester mit dem Schild Jagdbetrieb hinter der Frontscheibe am Waldrand ab und ging los. Als sie sich wieder ihrem Wagen näherte, sah sie einen vermummten Mann in der Nähe des Wagens.

 

 

Jäger sind Angriffe gewohnt

Im Umfeld des Hambacher Forstes haben sich die Menschen an den Anblick stets vermummter Frauen und Männer gewöhnt. Dennoch haben gerade viele Jäger ein ungutes Gefühl, wenn die Vermummten auftauchen. Schließlich gab es immer wieder Brandanschläge auf Hochsitze und verbale Drohungen gegen Jäger, die wahrscheinlich von Linksextremisten kamen, die sich auch an den Anti-Braunkohle-Protesten beteiligen.

 

Der Vermummte entfernte sich auf dem Rad. Wenige Augenblicke später schlugen Flammen an einem Hinterreifen empor.

 

Der Unbekannte hatte den Brand nach derzeitigen Erkenntnissen durch einen auf dem Reifen deponierten brennenden Gegenstand ausgelöst.

 

Die alarmierte Feuerwehr war schnell vor Ort, löschte den Schmorbrand und konnte somit ein Übergreifen auf das restliche Fahrzeug verhindern.

 

 


Massiver Polizeieinsatz

Einige Zeit später erschien massive Verstärkung der Polizei. Einsatzkräfte einer Hundertschaft postierten sich am Waldrand. Ein Hubschrauber überflog das Gebiet. Dazu erklärt die Polizei: „Da sich der Tatort im Bereich des Hambacher Forstes befindet und es in der Vergangenheit immer wieder zu Angriffen aus der Waldbesetzerszene kam, waren verstärkt Kräfte der Polizei vor Ort, auch unterstützt durch einen Polizeihubschrauber, um den Tatort und die Spurensuche zu sichern.“

 

Ob die aktuelle Brandstiftung Personen aus der Waldbesetzer- Szene zuzuordnen ist, ist nun auch Gegenstand der laufenden Ermittlungsarbeiten der Ermittlungskommission Hambach.

 

 


Kein Totalschaden

Der Schaden an Reifen, Felge, Karrosserie und Tankleitung beträgt rund 3 000 €. Wäre Simone P. nur wenige Minuten später zu ihrem Wagen zurückgekehrt, hätte das Fahrzeug wohl nicht mehr gerettet werden können.

 

Felix Höltmann


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