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Aus RWJ 06/2018

„Wir kennen uns, wir helfen uns“

Köln ist die größte und die einzige Millionenstadt Nordrhein-Westfalens. Höchste Zeit also, dort mal wieder einen Landesjägertag abzuhalten, zumal die Kölner Jägerschaft mit ihren 1 000 Mitgliedern eine besonders aktive ist. Sie macht mit starken Aktionen in der Domstadt öffentlichkeitswirksam immer wieder auf Jagd und Jäger aufmerksam und gibt Wild und Natur eine starke Stimme.Köln ist die größte und die einzige Millionenstadt Nordrhein-Westfalens. Höchste Zeit also, dort mal wieder einen Landesjägertag abzuhalten, zumal die Kölner Jägerschaft mit ihren 1 000 Mitgliedern eine besonders aktive ist. Sie macht mit starken Aktionen in der Domstadt öffentlichkeitswirksam immer wieder auf Jagd und Jäger aufmerksam und gibt Wild und Natur eine starke Stimme.

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Foto: U. Haake / KölnTourismus

Ganz vorn dran sind die örtlichen Jungen Jäger, die dieses Jahr das spektakuläre, informative Video „Was bewegt junge Menschen bei der Jagd?“ auf YouTube stellten – Hannah, Marlon und Timo – drei Junge Jäger aus der Rhein-Metropole – geben darin Antworten auf Fragen, wer sie sind und welche Rolle die Jagd in ihrem Leben spielt. Köln ist mit 2 000 Jahren auf dem Buckel eine der ältesten deutschen Städte. In römischer Zeit gegründet, dient der Perle am Rhein der gotische Dom mit seinen Türmen als Wahrzeichen. Er steht in der wiederaufgebauten Altstadt und ist bekannt für den Dreikönigsschrein. Das nahe gelegene „Museum Ludwig“ zeigt Kunst des 20. Jahrhunderts, darunter viele Werke Pablo Picassos, das „Römisch-Germanische Museum“ beherbergt Objekte aus der Römerzeit.

 

Nur sportlich läuft es nicht so, wie die Kölner Seele (zumindest die fußballaffine) es gern hätte – und bräuchte. Trotz der Gebete des örtlichen Kardinals, aller Schlachtengesänge der Fans und einer geballten Ladung karnevalistischen Frohsinns musste der „FC“ gerade aus dem Fußball-Oberhaus absteigen und trottet samt Geißbock Hennes (dem VIII.) in die Zweitklassigkeit – aber nur, um im nächsten Jahr umso grandioser den Wiederaufstieg zu schaffen. Der ist dank des sagenhaften Kölner Zusammenhalts (Wir kennen uns, wir helfen uns) erstens selbstverständlich und hat zweitens mit der emotional wertvollen Vertragsverlängerung nationaler Fußballgrößen, die auch in der zweiten Liga zu ihrem Effzeh stehen, noch im größten Unglück ungeahnte Glücksmomente gebracht – und im Fallen schon wieder gewaltigen Auftrieb.

 

Dass Köln außer einem legendären Fußballclub weltweites Renommee als Standort von Automobil- und Chemieindustrie, Medien und Kunst besitzt, weiß man weithin. Weniger bekannt ist, was viele Niederwildjäger und andere Freunde der heimischen Vogelwelt interessieren dürfte – Köln kümmert sich um Katzen. Und fordert deren Halter auf, sie zu kastrieren, zu kennzeichnen und zu registrieren, bevor die vermeintlichen Stubentiger nach draußen gelassen werden. Der Rat der Stadt hat eine entsprechende Verordnung erlassen, weil es „in den letzten Jahren durch die unkontrollierte Vermehrung von Hauskatzen und frei lebenden Katzen zu einer Überpopulation gekommen ist“, wie es offiziell von Stadtseite heißt.

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