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RWJ 12/2015: Rechtzeitig an den Schutz für vierbeinige Jagdkameraden denken

Impfen – ein Muss und keine Lästigkeit!

Dass dies offensichtlich des Öfteren anders gesehen wird, legen Meinungen nahe, die mit Sicherheit jeder Hundeführer schon mal gehört hat – „Tollwut gibts doch gar nicht mehr“ oder „Impfen belastet nur den Hund“ sind nur zwei Beispiele dafür. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass diese Auffassungen nicht nur nicht stimmen, sondern für unsere vierbeinigen Jagdkameraden gefährlich werden können.

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Regelmäßige Impfungen schützen nicht nur den vierbeinigen Jagdhelfer, sondern auch alle Jäger und ihre Familien! Foto: TA Dr. L. Wegener

So traten 2015 auch in NRW immer wieder Fälle von Staupe auf – eine Erkrankung, die für Hunde häufig tödlich oder mit irreversiblen Schädigungen des Nervensystems endet.

 

Auch Räude tritt regelmäßig in NRW und Deutschland auf. Tollwut und Staupe sind Viruserkrankungen, für die bei Jagdhunden ein besonderes Infektionsrisiko besteht. Die Tollwut in ihrer gängigen Form ist bei uns dank intensiver Bekämpfung in den letzten Jahrzehnten zwar weitgehend verschwunden, was das Infektionsrisiko aber nicht ganz ausschließt.

 

Fledermaustollwut ist bei Kontakt mit infizierten Fledermäusen auch auf andere Tiere oder Menschen übertragbar – die allgemeine Tollwutimpfung schützt Jagdhunde auch in diesem Fall.

 

Dazu kommen Tollwutfälle, die durch Importe von Hunden aus nicht tollwutfreien Ländern zu uns gelangen – besonders aus Osteuropa, wo eine ausgesprochen geringe Impfmoral herrscht. Werden Tiere von dort nicht unter legalen und veterinärmedizinisch kontrollierten Bedingungen eingeführt, ist die Gefahr groß, neben anderen Erkrankungen auch die Tollwut nach Deutschland zu importieren.

 

Besonders unsere Jagdhunde werden ohne Impfung unnötig und leichtfertig einem besonderen Risiko ausgesetzt. Auf der Jagd werden sie heute hier und morgen dort eingesetzt. Ob der Hund im Verlauf der Jagd mit infizierten Wildtieren oder Artgenossen in Kontakt kam, kann der Hundeführer dabei in der Regel zunächst gar nicht feststellen. Auch ob ein infizierter Hund damit zum Überträger auf Jagden, in Lehrgängen, auf Prüfungen oder auch nur beim Spaziergang wird, ist zunächst nicht erkennbar.

 

Dabei ist es für jeden Hundeführer einfach, das Risiko solcher Krankheiten bestmöglich zu minimieren. Der jährliche Besuch beim Tierarzt sollte für jeden Hund ein Pflichttermin sein. Dabei kann dann auch der Impfschutz überprüft und ggf. aufgefrischt werden. Dazu steht eine Reihe gut verträglicher Impfstoffe zur Verfügung, die zuverlässig bis zu drei Jahren schützen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Tierarzt beraten – jeder Jagdhund sollte gegen Tollwut geimpft sein, wenn er jagdlich geführt wird.

 

Tollwut ist für Hunde und Menschen tödlich, Impfung schützt den Hund und so auch den Menschen!

 

Für Veranstalter von Ausbildungskursen und Hundeprüfungen ist es oberste Pflicht, den gültigen Impfschutz der teilnehmenden Hunde zu kontrollieren. Aber auch bei Jagden sollte dies gewissenhaft erfolgen, besonders dort, wo Krankheitsfälle bekannt geworden sind.

 

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