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RWJ 04/2020: Hegering Sassenberg (WAF)

Jungjäger für Artenvielfalt und Naturschutz

Die Jungjäger bauten an einem Nachmittag 120 Nistkästen, um Meisen, Finken und anderen Singvögeln ein neues Zuhause zu bieten. Sogar auf die unterschiedlichen Brutplatzvorlieben nahmen sie Rücksicht. Für Nischenbrüter, wie Rotkehlchen, wurde der Nistkasten mit einem Schlitz versehen, für Höhlenbrüter mit einem Schlupfloch.

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Mit vielen Händen, kann man ein Werk schnell vollenden. Der Wahrheitsgehalt dieses Sprichworts zeigte sich einmal mehr bei der jüngsten Nistkasten-Aktion des Hegerings Sassenberg, zu der speziell die Jungjäger eingeladen hatten. Diese waren mit der Resonanz – fünfzehn Teilnehmer hatten sich angemeldet – sehr zufrieden. Um einen großen Tisch herum, der auf dem Hof von Bernd Heseker in Vohren aufgestellt worden war, hatten sich die fleißigen Mannen versammelt, um nahezu im Akkord Nistkästen zu bauen. Ein ganzer Schubkarren voller Holzstücke stand bereit, um daraus ein neues Zuhause für Finken und Meisen entstehen zu lassen. „Wir wissen, dass sich die Suche nach geeigneten Nistplätzen für die Vogelpärchen nicht immer einfach gestaltet und daher wollen wir hier Schützenhilfe leisten“, erklärt Jungjäger Christoph Westrup.

 

Bei dem Bau der Nistkästen haben die Jungjäger sogar Rücksicht auf die Brutplatzvorlieben der Vögel genommen. Für die Nischenbrüter, wie etwa dem Rotkehlchen, wurde der Nistkasten mit einem größeren Spalt versehen, für die Höhlenbrüter indes bauten die Jungjäger die normalen Nistkästen mit Schlupfloch. „Wir haben auch Wert auf die praktikable Handhabung der Nistkästen gelegt“, erklärt Westrup und demonstriert, wie leicht die Nistkästen zu öffnen sind. „So können die Kästen im Winter einfach und schnell gesäubert werden und die Vögel sich im Frühjahr über den Tapetenwechsel freuen“, lacht Westrup. Die fertigen Nistkästen – davon waren es am Ende 120 Stück – werden inklusive eines Infoblatts zur optimalen Anbringung – in den lokalen Geschäften für zehn Euro pro Kasten verkauft.

 

Wie Henning Schulz, stellvertretender Hegeringleiter, erklärt, fließen die Einnahmen des Verkaufs zurück in die Hegeringkasse, um erneut nutzbringend für Arten- und Naturschutzmaßnahmen, wie etwa die Wildsaatgutaktion, eingesetzt zu werden. Schulz lobt in diesem Zusammenhang auch die Eigeninitiative der Jungjäger, die sehr rege seien und immer wieder Maßnahmen, wie etwa auch Fallenlehrgänge oder Kinderansitze eigenständig organisierten.

 

Dorit Reimann

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