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RWJ 05/2018: Probleme steigen, Dachverband bezieht Position

Wolf ins Bundesjagdgesetz

Der DJV fordert bundeseinheitliche Managementvorgaben für den großen Fleischfresser. Bewaffnete Eingreiftrupps lehnt der Verband ab – erste Ansprechpartner müssten die Jagdausübungsberechtigten vor Ort sein.

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Der DJV fordert zeitnah die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz. Eine generelle Bejagung ist damit nicht möglich, da Wölfe über die FFH-Richtlinie weiterhin streng geschützt sind. Allerdings würde so eine Grundlage geschaffen, um bundesweit gültige Managementmaßnahmen auf Basis des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zu erarbeiten. Der DJV lehnt Vorstöße wie in Brandenburg und Südwestdeutschland ab, wo Behörden bewaffnete Eingreiftrupps installieren wollen. „Wenn es um die Entnahme geht, muss immer der ortskundige Jäger erster Ansprechpartner sein, alles andere wäre ein inakzeptabler Eingriff ins Eigentumsrecht“, so DJV-Präsident Hartwig Fischer. Nur wenn Jagdausübungsberechtigte notwendige Managementmaßnahmen nicht umsetzen können oder möchten, sollten Behörden eingreifen können. Im Koalitionsvertrag verpflichtete sich die Bundesregierung zum gesellschaftlichen Konsens zwischen Wolfsschutz, Sicherheit des Menschen und Erhalt der Artenvielfalt. „Wir nehmen die Politik beim Wort und erwarten, dass Konflikte offen benannt und auch gelöst werden“, so Fischer.

 

Die Zeit drängt: Im vergangenen Herbst töteten Wölfe erstmals in Deutschland Deichschafe – unersetzlich zur Instandhaltung von Hochwasserschutzanlagen. Zudem haben sie wichtige Aufgaben in der Landschaftspflege, extensive Beweidung ist ein zentrales Naturschutzinstrument in Deutschland. Auch ausgewachsene Rinder töteten Wölfe 2017 vermehrt, jede Form ökologisch hochwertiger Grünlandwirtschaft wird dadurch stark beeinträchtigt. Der DJV begrüßt es, den Schutzstatus des Wolfes zu überprüfen, um „eine notwendige Bestandsreduktion herbeiführen zu können“. Zudem soll ein Kriterien- und Maßnahmenkatalog zur Entnahme entwickelt werden. Der DJV hat bereits mehrfach praktikable Lösungen besonders im Umgang mit verhaltensauffälligen Tieren angemahnt. Dazu sollten Wölfe schon dann zählen, wenn sie tagsüber mehrfach in Siedlungsnähe auftauchen oder es verstärkt zu Nahkontakten kommt. Eine natürliche Scheu vor dem Menschen besitzt der Wolf nicht.

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