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RWJ 01/2019: 27. September bis 7. Oktober im Kurgan (RUS)

Auf sibirische Böcke und mächtige Elche

Für unser neuestes Leserreise-Projekt haben wir eine Region erkundet, die unter Kennern einen wohlklingenden Namen hat – Kurgan in Sibirien. Dass man dort aber nicht nur die riesigen Verwandten unserer Rehe, sondern gleichzeitig mächtige Elche bejagen kann, wissen nur wenige. Begleiten Sie uns auf ein Taiga- Abenteuer der ganz besonderen Art!

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Viele Jäger hierzulande interessieren sich schon lange für den großen Verwandten unserer hiesigen Hauptwildart – den sibirischen Rehbock. Dass man diesen Giganten der Taiga mit guten Chancen aber nicht nur zur klassischen Blattzeit im August, sondern auch noch einige Wochen danach nachstellen kann, war bislang weniger bekannt. Dieser Zeitraum ermöglicht aber noch ganz andere Überlegungen. Denn in einigen Revieren soll man Anfang Oktober gleichzeitig auch Elche bejagen können. Um herauszufinden, ob es wirklich realistisch ist, in einer Woche beide faszinierenden Wildarten erbeuten zu können, haben wir die Taiga Ende September besucht.

Auf den Spuren der Zaren

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Gedenkstätte für die letzte Zarenfamilie – Kathedrale Auf dem Blut in Jekaterinburg. Foto: B. Stähler

Vor der Jagd nutzen wir die Gelegenheit, uns an einer sehr interessanten Stelle ein wenig auf unser Gastgeberland einzustimmen: Unser Zielflughafen Jekaterinburg liegt am Übergang der UralRegion zu Sibirien – und damit an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Die viertgrößte Stadt des russischen Riesen reiches geriet in den Fokus des Weltgeschehens, als dort die Bolschewiki im Sommer 1918 die gesamte Familie des letzten Zaren Nikolaus II. ermorden ließen. An dieser Stelle steht seit 2003 eine orthodoxe Kathedrale, heute eine Gedenkstätte für die Zarenfamilie. Dieser Ort ist wie kein anderer geeignet, sich selbst einmal ein Bild von der „Zerrissenheit der russischen Seele“ zu machen. Ein weiterer Höhepunkt unserer Begegnung mit Land und Leuten wird ein Besuch im berühmten Staatszirkus von Jekaterinburg sein. Angeregt durch solche Eindrücke geht es dann anschließend ins Mekka der sibirischen Rehböcke ...


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RWJ 01/2019 Auf sibirische Böcke und mächtige Elche

Auf die stärksten Böcke der Welt

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Auch schon im Westen Sibiriens gibt es imposante Elch-Vertreter – Anfang Oktober können wir uns ihre verstärkte Aktivität während der Brunft zunutze machen.

Zu den interessantesten Wildarten Russlands zählt für deutsche Jäger der Sibirische Rehbock. Die kapitalsten Vertreter kommen zweifelsohne im westsibirischen Kurgan vor. Im Vergleich zu unseren Rehen sind seine östlichen Verwandten körperlich und trophäenmäßig wesentlich stärker und erreichen Gewichte von bis zu 50 kg. Sibirier tragen ein mächtiges Sechsergehörn mit dicken Stangen, langen Enden und großer Auslage. In der Spitzenklasse können die Stangen bis 40 cm lang werden. In den für die RWJ-Leserreise reservierten Top- Revieren kommen Jahr für Jahr Trophäen mit weit über 1 000 g zur Strecke – langstangig, endenreich und teilweise von oben bis unten geperlt (s. Foto S. 32). Der Kurgan, eine über 71 000 km² große Region, erstreckt sich zwischen dem Ural entlang des Jenissei. Das weitläufige Tiefland weist ein sehr flaches Relief auf – eine Waldsteppe mit kleinen Wäldern, Wiesen und Kornfeldern. Dort finden Rehe ideale Lebensbedingungen, nirgendwo gibts eine ähnlich hohe Wilddichte wie im Kurgan.

 

Zur Zeit der Elchbrunft können die nach der Blattzeit heimlichen Böcke auf saftigen Äsungsflächen zwischen den Stoppelfeldern gut angesprochen und bejagt werden. Wegen der enormen Ausdehnung der Reviere ist man dazu allerdings regelmäßig auf geländegängige Fahrzeuge angewiesen – mit klassischen Ansitzen und Pirschen wie daheim käme man dort nicht weit. Parallel zur Bejagung der Bock-Giganten können einige Teilnehmer (für alle reicht die Zahl der jährlichen Lizenzen nicht) auch dem urigen Elch nachstellen. Während unserer Erkundung im Herbst 2018 kamen zur gleichen Zeit mehrere starke Böcke und Schaufler zur Strecke !

 

Deutsches Schweißhund-Gespann wird eingeflogen

Als besonderen Service, der sich schon bei Keiler-Leserreisen in die Türkei bewährt hat, bieten wir auch dieses Jahr dazu wieder die Mitnahme eines Experten auf der roten Fährte an – ein erfahrener Hannoverscher Schweißhund und sein Führer werden unserer Gruppe in der ersten Oktoberwoche exklusiv zur Verfügung stehen, damit Ihr Lebensbock bzw. -schaufler auch sicher zur Strecke kommt. Begleiten Sie uns auf ein unvergessliches Abenteuer nach Sibirien!

 

Matthias Kruse

 

 

Anmeldung/Info

Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt, bitte fordern Sie daher bei Interesse zeitnah Anmeldeunterlagen an – eine feste Zusage können wir jedoch erst geben, wenn Sie sich verbindlich angemeldet haben. Um Flüge, Visa und alle weiteren Regularien werden wir uns kümmern. Spätestens nach der „Jagd & Hund“ können wir den Interessenten die Details (Flugzeiten, Reisepreis u. Ä.) mit den Anmelde- Unterlagen zukommen lassen.

 

Info/Anmeldung: Farm-Tours, RWJ-Leserreise Kurgan, Hülsebrockstr. 2 – 8, 48165 Münster, E-Mail: info@farm-tours.de, Tel. 0 25 01/98 52 30, www.farm-tours.de

 

Den vollständigen Artikel finden Sie nachfolgend zum kostenlosen Download.

 

RWJ 01/2019: Erlebte Jagd - Sibirien


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