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RWJ 02/2019: Editorial

Spannende Jagdmesse

Die „Jagd & Hund“ vom 29. Januar bis 3. Februar steht ganz im Zeichen der jagdlichen Zukunft und interessanter Neuerungen. Jagdpolitisch ist von Bedeutung, dass das neue Landesjagdgesetz zum Messeauftakt gerade verabschiedet sein dürfte, mit der Jagdabgabe steht aber schon das nächste Großthema vor der Tür.

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Ralph Müller-Schallenberg
Präsident des Landesjagdverbandes NRW

Die Landesregierung zeigt weiter Präsenz und bringt damit ihre Verbundenheit zu Jagd und Jägern zum Ausdruck. Die zuständige NRW-Ministerin Ursula Heinen-Esser hat ihr Erscheinen zur Eröffnung der Jagdmesse angekündigt – ein wichtiges Signal, das ihre Vorgängerin Christina Schulze Föcking bereits vor einem Jahr gesetzt hat, nachdem die alte Landesregierung jahrelang durch Abwesenheit geglänzt hatte. Der Landesjagdverband, seine Kreisjägerschaften und Hegeringe haben zusammen mit den Partnern des ländlichen Raumes über Jahre für ein neues Landesjagdgesetz gekämpft, das sich wieder an praktischen Erfordernissen und mehr Bundeseinheitlichkeit orientiert. Der kraftvolle Einsatz und unser Beharrungsvermögen dürften uns nun den ersehnten Erfolg bringen.

 

Auch bei der Jagdabgabe, die bekanntlich in ihrer jetzigen Form vom Oberverwaltungsgericht Münster in einer Reihe von Punkten für verfassungswidrig gehalten wird, werden wir uns positionieren und dazu gewiss auch von Ministerin Heinen-Esser Neues erfahren. Denn spätestens zum 1. April, wenn rund ein Drittel der Jahres jagdscheine in NRW ausläuft, muss Klarheit herrschen, wie es mit der Abgabe weitergeht. Langweilig ist es auf der „Jagd & Hund“ bekanntlich nie, in diesem Jahr wird das „Wild Food Festival“ für zusätzliche Spannung sorgen. In der Westfalenhalle dreht sich sechs Tage lang alles ums Wildbret – Feinschmecker können an vielen Ständen nach Herzenslust Wildspezialitäten und passende Getränke dazu kosten, das geeignete Zubehör erwerben und sich bei Kochvorführungen von Experten inspirieren lassen.

 

In Workshops mit bekannten Köchen wie Johann Lafer, Lisa Angermann oder Michael Keller kann man in kleinen Gruppen selbst den Kochlöffel schwingen – auch die Liebe zur Jagd kann durch den Magen gehen. Jahr für Jahr lockt die größte europäische Jagdmesse 80 000 Besucher nach Dortmund. Immer mehr wissen das fettarme Fleisch regionaler Herkunft und ohne künstliche Zusätze zu schätzen, einer Umfrage des Deutschen Jagdverbandes zufolge steigt der Verbrauch von Wildbret immer mehr. Im Landesjagdverband haben wir mit dem Thema Wildbret seit Jahren in der Öffentlichkeit punkten können. Auch dafür bietet die „Jagd & Hund“ in diesem Jahr einen weiteren Höhepunkt.

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