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RWJ 02/2020: Editorial

Hoffnungen und Sorgen

Neue und alte Sorgen, neue und alte Hoffnungen begleiten die nordrhein-westfälische Jäger ins neue Jahr, das traditionell einen herausragenden Auftakt mit der Messe „Jagd & Hund“ hat.

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Ralph Müller-Schallenberg
Präsident des Landesjagdverbandes NRW

Sorgenvoll wandert der Blick nach Osten, von wo die Afrikanische Schweinepest seit Jahren immer näher zu uns dringt. Die nordrhein-westfälische Landes regierung hat eine Verordnung über die „Anwendung besonderer jagdlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP“ auf den Weg gebracht. Die Neuregelungen sehen rigide Bejagungsmaßnahmen vor, allerdings nur beim tatsächlichen Ausbruch der Pest in den ausgewiesenen „gefährdeten Gebieten“. Ein erhebliches Stück vorangekommen sind wir Ende 2019 mit den einstimmigen Beschlüssen von Präsidium und Landesvorstand, also den Vorsitzenden der Kreisjägerschaften, zum geplanten Jagdbeitrag. Bis zur endgültigen Entscheidung am 22. August beim Landesjägertag in Düsseldorf haben wir alle Zeit, das Gesamtkonzept und seine Einzelteile als Ersatz der entfallenen staatlichen Jagdabgabe vorzustellen. So sind wir auch künftig in der Lage (dann aber in eigener Verantwortung), die gemeinschaftlichen Aufgaben von Jagd und Jägern in Nordrhein-Westfalen zu übernehmen.

 

Es gibt viele gute Gründe für den Jagdbeitrag – 10 davon stellen wir Ihnen in diesem Rheinisch-Westfälischen Jäger vor. Auch in den kommenden Ausgaben werden wir dazu fortlaufend informieren, ebenso auf unseren Online-Kanälen. Ein Erklär-Video, das zunächst auf den Hauptversammlungen der Kreisjägerschaften gezeigt werden wied, steht ebenfalls bereit. Selbstverständlich sind meine Präsidiumskollegen und ich in diesem Frühjahr auf etlichen Versammlungen unserer Basis, um auch dort dazu Rede und Antwort zu stehen. Ebenso herzlich wie eindringlich bitte ich Sie daher, in den kommenden Monaten die Mitgliederversammlungen aller Ebenen unseres Verbandes zu besuchen. Weiteres wichtiges Thema ist unser gemeinsames Eintreten für Wald und Wild angesichts der großen Herausforderungen im Waldumbau nach den Stürmen und Trockenjahren, auch dazu werden wir auf der „Jagd & Hund“ in Dortmund Neues erfahren.

 

Eine vorsichtige Zuversicht melden viele Niederwildreviere, die einen steigenden Besatz bei Fasanen und teilweise auch bei Hasen festzustellen glauben. Wir werden in der nächsten RWJ-Ausgabe darüber die Vorsitzenden von Kreisjägerschaften zu Wort kommen lassen, wie sie die Lage beim Niederwild einschätzen und welche Erfahrungen die Reviere in der zurückliegenden Treibjagdsaison gemacht haben. Viele Mitglieder des Landesjagdverbandes sehe ich jedes Jahr auf der „Jagd & Hund“. Europas größte Jagdmesse präsentiert sich vom 28. Januar bis 2. Februar in den neu gestalteten Westfalenhallen Dortmund. Neben den bekannten Ausstellern und Events warten wieder viele Neuerungen und Extras auf Sie, Social-Media-affine Jäger finden etwa in der Blogger-Lounge Horrido ein individuelles Programm. Die Hallenaufteilung sieht Verbesserungen vor und das im vergangenen Jahr erfolgreich gestartete moderne, kulinarische „Wild Food Festival“ annonciert sogar Starköche – freuen wir uns also auf die Messe und unser Wiedersehen!

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