Seite 1

RWJ 07/2020: Editorial

Am 30. Oktober in Bielefeld

In diesen Corona-Zeiten hat das Präsidium des Landesjagdverbandes Anfang Juni erneut in einer Telefonkonferenz getagt. Die Pandemie wird auch unser Verbandsgeschehen noch einige Zeit beeinflussen, aber den Fortgang unserer Arbeit damit nicht unterbrechen. Das gilt auch für den 22. August, an dem der Landesjägertag und die LJV-Mitgliederversammlung 2020 stattfinden sollten. Bereits im Mai-RWJ war darauf hingewiesen worden, dass dieser Termin kaum zu halten sein wird.

porträt ralph müller-schallenberg id83621

Ralph Müller-Schallenberg
Präsident des Landesjagdverbandes NRW

Das Präsidium hat nun entschieden, dass die Mitgliederversammlung am Freitag, 30. Oktober, um 15 Uhr in Bielefeld stattfindet. Es war äußerst schwierig, einen solchen Termin in einer hinreichend großen Halle zur Einhaltung der Hygiene-Regeln wie dem einzuhaltenden 1,50 m-Abstand zu ermöglichen. Angesichts der Corona- Pandemie müssen wir uns auf das unbedingt Notwendige beschränken und können aus Gründen des Infektionsschutzes dieses Jahr leider keinen Landesjägertag mit öffentlicher Kundgebung und auch kein gemeinsames Mittagessen veranstalten. Die interne Mitgliederversammlung muss gemäß unserer Satzung aber auch dieses Jahr die erforderlichen Beschlüsse fassen. Die gesamte Veranstaltung steht unter dem Motto „So komprimiert und zügig wie möglich“, um jedes Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Die Tagesordnung und zu beachtende Rahmenregelungen werden selbstverständlich mit allen Details rechtzeitig im RWJ veröffentlicht.

 

Auch aus den Kreisjägerschaften sind Überlegungen zu vernehmen, im Frühjahr ausgefallene Mitgliederversammlungen im Sommer nachzuholen, vielleicht können wir in der August-Ausgabe schon einen Überblick veröffentlichen, wo Treffen an der Basis unseres Verbandes wieder möglich werden. Befasst hat sich das Präsidium auch mit einer möglichen Weiterentwicklung der LJV-Position zum Einsatz von Nachtzieltechnik bei der Bejagung von Schwarzwild. Hintergrund ist die im Februar 2020 in Kraft getretene Novellierung des Waffengesetzes, die den Umgang mit Nachtsichtvor- und -aufsätzen durch Jäger nun waffenrechtlich erlaubt hat. Mehrere Bundesländer gestatten inzwischen auch die jagdliche Verwendung solcher Geräte zur Sauen-Bejagung, auch für Nordrhein Westfalen dürfte die Frage einer einheitlichen Regelung notwendig sein.

 

Das Präsidium hat dazu noch keinen Beschluss gefasst, sondern wird darüber mit den Vorsitzenden der Kreisjägerschaften im Landesvorstand, der Corona-bedingt erstmals nach den Sommerferien wieder zusammenkommen kann, im August beraten. Allen Mitgliedern und ihren Angehörigen wünsche ich trotz der Belastungen dieser Zeit erholsame Sommerferien, die viele hoffentlich in heimischen Revieren genießen können, da ferne Strände in diesem Jahr nicht so verlockend erscheinen.

Aktiv nur für Mitglieder!

Bitte melden Sie sich an, oder werden Sie Mitglied.