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RWJ 06/2020: Bunte Biomasse

Wildpflanzen trotzen Trockenheit

Das Frühjahr war viel zu trocken, und was der Sommer bringt, weiІ niemand. Fest steht: Extreme Trockenheit macht den Landwirten zu schaffen. Doch es gibt gute Nachrichten: Ertragreiche Wildpflanzenkulturen zur Biomasseproduktion trotzen der Trockenheit häufig besser als Mais.

Wildpflanzen trotzden Trockenheit

„Unsere bundesweiten Erfahrungen haben gezeigt, dass Kulturen aus mehrjährigen Wildpflanzenmischungen sehr gut mit der Trockenheit klarkommen“, sagt Christian Kemnade, Leiter des Kooperationsprojektes Bunte Biomasse bei der Deutschen Wildtier Stiftung. „Landwirte, die sowohl Mais als auch mehrjährige Wildpflanzen für die Biogasgewinnung angebaut haben, konnten in den Dürresommern 2018 und 2019 zum Teil mehr Frischmasse von den Wildpflanzenflächen ernten als vom benachbarten Maisfeld“, so Kemnade. Der gröІte Vorteil der Wildpflanzenmischungen liegt in ihrer Mehrjährigkeit. Die Saatgutmischung wird im Sommer eingesät und bildet bis zum Winter bereits eine geschlossene Vegetationsdecke. Die aufgelaufenen Wildpflanzen nutzen dann die Winterfeuchtigkeit, um zu wachsen und fangen bereits früh im neuen Jahr an zu blühen. „Wenn der Mais im April gesät wird, hat sich auf den Wildpflanzenflächen bereits eine üppige Vegetation ausgebildet“, so Kemnade. Allerdings bleibt ihr Methan-Ertrag unter Normalbedingungen hinter dem Mais zurück. Im Kooperationsprojekt erhalten die Landwirte daher eine Ausgleichszahlung von 250 € pro Hektar und Jahr. Die Nachfrage ist sehr groß und die positiven ökologischen Effekte sind zahlreich. 

 

Weitere Informationen unter:
www.BunteBiomasse.de

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