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Aus RWJ 08/2020

Weltnaturschutzunion bekennt sich zur Jagd

In einem Mitte Juli veröffentlichten Schreiben nimmt die Weltnaturschutzunion (IUCN) klar Stellung zur Bedeutung nachhaltiger Jagd im internationalen Artenschutz: „Trophäenjagd trägt bei vielen Spezies zu deren Schutz bei.“

loewe michael siebert pixabay id43704

Auch für Ikonen des Artenschutzes in Afrika wie dem Löwen gelten dieselben Spiel­regeln – überall, wo er nicht nachhaltig bejagt werden darf, droht die Ausrottung ...

Der Internationale Jagdrat (CIC) in Deutschland und der DJV begrüßen die aktuelle Stellungnahme und verweisen auf die Rolle, die regulierter Jagd weltweit zukommt: Jagd schafft Einkommen, sichert Lebensräume und trägt zur Lösung von Mensch-Tier-Konflikten bei.

 

Anlass für die Herausgabe der schriftlichen Stellungnahme der IUCN-Komission ist die aktuelle Forderung eines pauschalen Jagdverbots durch die internationale Tierrechtsszene, vor allem in Großbritannien. Die IUCN erteilt solchen Absichten eine deutliche Absage: „Es besteht die Gefahr, dass ein Ende der Jagd – bei Fehlen tragfähiger alternativer Einnahmequellen – die weitaus größeren Bedrohungen noch verschärft, anstatt den Schutzstatus jagdbarer Arten zu verbessern.“ Als Hauptbedrohung nennt die IUCN den Verlust an Lebensräumen durch Ackerbau und Viehzucht, Wilderei sowie Mensch-Wildtier-Konflikte.

 

Wie komplex Tourismus, Jagd, Gesellschaft und Wildtierschutz miteinander wirken, erläutert ein Papier der IUCN. Das seit September 2016 auf Englisch vorliegende Informationsschreiben zur Auslandsjagd verweist auf Gefahren, die aus Jagdverboten oder Einfuhrbeschränkungen für Jagdtrophäen entstehen. CIC und DJV stellen das Schreiben auf Deutsch zum Download bereit oder versenden es auf Wunsch in Form einer Broschüre per Post.

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